Der „Mücki“ und das „Karlchen“

Am 6. Dezember bestätigte sich wieder einmal die Qualität österreichischer Regierungsmitglieder. An dem Tag war es halt unser grüner Gesundheitsminister „Mücki“ Mückstein, der sich im ORF bei der ZIB 2, zugeschaltet aus Brüssel, bei Moderator Armin Wolf lächerlich machte. Auf die Frage von Wolf in Zusammenhang mit der Impfpflicht erzählte er irgendwas. Das erste Mal kam von Wolf: „Meine Frage war, warum …“Mückstein erzählte wieder irgendwas, wurde von Wolf unterbrochen mit: „Das heißt, es ist noch nicht sicher, dass …“ Mückstein sprach weiter, als wäre nichts gewesen, bis Herr Wolf sagte: „Herr Mückstein, ich unterbreche Sie ungern, aber Sie antworten sehr ausführlich auf eine Frage, die ich nicht gestellt habe. Meine Frage war, …“ Da setzte der Gesundheitsminister wieder mit seiner Endlos- Schleife an, wieder unterbrochen von Herrn Wolf mit: „Aber das hatten wir schon…“ Irgendwann erklärte Herr Wolf: „Ich weiß jetzt nicht; wenn Sie auf jede Frage immer mit der gleichen Antwort, nämlich dass Sie noch diskutieren, antworten, weiß ich jetzt nicht, inwieweit meine weiteren Fragen noch sinnvoll sind … aber ich probier´s noch weiter …“ So zog sich das traurige Spiel dahin. Einzig bei der Frage zur Beugehaft für Impfverweigerer meinte der Minister: “ …Es wird keine Beugehaft geben für Menschen, die sich nicht impfen lassen“. Auf die Nachfrage des Moderators: „Das schließen Sie kategorisch aus?“ kam dem Minister ein knappes, kaum hörbares „Ja“ über die Lippen.

  Dieses Interview war ein Lehrbeispiel für die Unfähigkeit von Ministern im Umgang mit einem problematischen Thema wie in dem Fall mit der Impfpflicht. Und dass als Begleitmaßnahme ein Gesetz zur Verhängung von Beugehaft auf den Weg gebracht wurde, zeigt, was die Bevölkerung von dieser Regierung zu erwarten hat. Die Zusage des Ministers, dass es keine Beugehaft geben wird, ist genau so viel wert wie andere längst gebrochene Versprechen der Regierung. Die Zusage ist nichts wert.

  Das war also so etwas wie eine Momentaufnahme des österreichischen Gesundheitsministers. Unsere deutschen Nachbarn haben ja jetzt, zusammen mit einer neuen, experimentellen  Regierung, auch einen neuen Gesundheitsminister namens Karl Lauterbach. Ob der jetzt besser oder weniger gut werden wird als sein Vorgänger Spahn, müssen natürlich die Deutschen allein entscheiden. In den Medien machte der Neue dem Vorgänger längst Konkurrenz, wusste er doch bezüglich Corona schon immer alles besser (nach dem Motto: Gott weiß alles, Lauterbach weiß alles besser) und er tat sich auch keinen Zwang an, das der Öffentlichkeit auch kundzutun. Er brachte sich auch beizeiten als Anwärter für den Posten des Gesundheitsministers in Stellung. Dafür benutzte er auch seine zahlreichen Auftritte in diversen TV- Diskussionsrunden und Talkshows, was ihm auch den Spitznamen „Karlchen Überall“ einbrachte, wie man lesen kann.

  Mit „Karlchen“ als Gesundheitsminister steht den Deutschen im Kampf gegen das Corona- Virus jedenfalls noch einiges bevor.

Nur mehr Verrückte?

Corona macht Unmögliches möglich, das ist unbestreitbar. Das zeigte sich in Österreich schon im vergangenen Jahr, als auf Grund von Klagen Corona- Maßnahmen für rechtswidrig erklärt wurden und verhängte Geldstrafen zurückgezahlt oder ebenfalls für unrechtmäßig erklärt wurden. Vielen Menschen wurde aber auch bewusst, dass die Polizei nicht immer „Freund und Helfer“ ist. Sie machten diese Feststellung gleich während des 1. Lockdowns, wenn sie die Vorgangsweise übereifriger Polizisten über sich ergehen lassen mussten. Zu dieser Zeit sah man auch, dass es für die Regierung ein Leichtes war, die Wirtschaft eines ganzen Landes an die Wand zu fahren und man sah mit Schrecken, dass es die halbe Welt so machte. Und das alles wegen eines Virus, von dem man – zumindest offiziell – so gut wie nichts wusste. Das musste auch als Grund für die ruinösen Maßnahmen herhalten. Als es die ersten Toten zu beklagen gab, wurden die ersten Leute stutzig. Die starben doch nicht an Corona, hieß es dann in vielen Fällen; die starben doch an Herzinfarkt oder Krebs oder an den Folgen eines Schlaganfalles. Ja schon, konnte man dann im günstigsten Fall von den Behörden zu hören bekommen, aber diese Menschen hatten das Corona- Virus in sich, sie waren positiv getestet worden. Das bedeutete aber, sie waren nicht „an“ Corona gestorben, sondern „mit“ Corona und das traf bei vielen oder gar den meisten Verstorbenen zu. Todesursache war eindeutig nicht Corona, aber sie wurden als Coronatote in die Statistik aufgenommen.

  Sehr schnell waren Tests zur Hand, um die Menschen auf Corona testen zu können. Verschiedene Tests, und das mit den Tests war auch so eine Sache. Bei den einen stellte sich schon nach kurzer Zeit heraus, dass ein erschreckend hoher Anteil der Testergebnisse falsch war, hauptsächlich falsch- positiv. Medien berichteten von bis zu 90 Prozent falscher Ergebnisse. Bei anderen Tests wiederum hieß es von Seiten der Hersteller bzw. Entwickler, dass diese Tests für diagnostische Zwecke nicht geeignet wären. Man konnte lesen, dass PCR- Tests alles andere als zuverlässig seien. Man konnte aber auch lesen, das wäre der Goldstandard unter den Corona- Tests. Und man konnte sogar lesen, dass ein Berufungsgericht in Lissabon PCR- Tests für unzulässig erklärte und einen Quarantänebescheid, beruhend auf PCR- Tests, aufhob. Und trotzdem wurden ganze Länder in Ho- Ruck- Aktionen durchgetestet. Zum „Nachweis der Verlässlichkeit“ der Tests wurden Tiere positiv getestet oder eine Avocado- Frucht oder eine Dose Motoröl – oder im Parlament in Wien ein Glas Cola. Und in „aerzteblatt.de“ wurde der Erfinder des PCR- Tests zitiert, der sagte: „Mit PCR, wenn man es gut macht, kann man so ziemlich alles in jedem finden“.

  Sehr bald nach Beginn der Corona- Seuche, die von der WHO zur Pandemie erklärt wurde, ging es auch mit den Masken los. Papiermasken und Stoffmasken in allen Farben und Mustern und aus allen möglichen Stoffen. Egal; eine Maske musste es sein. Mittlerweile ist Österreich schon lange eines der wenigen Länder, in dem fast nur eine FFP2- Maske zulässig ist, auch wenn sie nicht viel besser ist als eine gewöhnliche Maske. Dann war auch schon die Stigmatisierung und Verdammung kritischer Stimmen festzustellen. Da gab es bis dahin sogar international anerkannte Fachleute – Virologen, Epidemiologen, Mikrobiologen, Infektiologen usw. – die, nachdem sie auf Grund wissenschaftlicher Erkenntnisse der Meinung der Regierung widersprachen, kaltgestellt wurden. Plötzlich waren sie keine Fachleute mehr, es gab keine Auftritte mehr in den Öffentlich- Rechtlichen und keine Interview- Anfragen. Sie waren plötzlich totgeschwiegene Außenseiter. Das ging so weit, dass in Österreich Ärzte Berufsverbot bekamen, dass ihnen Bankkonten, Praxis und Wohnung gekündigt wurden, weil sie öffentlich die Maßnahmen kritisierten und ihre Meinung über Corona äußerten. „Coronaleugner“ wurden zum absoluten Feindbild erklärt. Die Gesellschaft war längst dabei, auseinander zu driften.

  Dann tauchte, einerseits erwartet und andererseits unverhofft schnell, „die Impfung“ auf. Eine Impfung auf völlig neuer Basis, so etwas gab es vorher noch nie. Und das nach einer Entwicklungszeit von nur einigen Monaten. Also nicht einmal ansatzweise die Zeit für Langzeitstudien. Deswegen auch nur eingeschränkte oder bedingte Zulassungen für die bis jetzt vier in der EU zugelassenen Impfstoffe. Auffällig ist, dass die Hersteller jede Art von Haftung ablehnen – und das von den Bestellern auch akzeptiert wurde. Regierungen und regierungstreue Mediziner jubelten und versprachen das baldige Ende der Pandemie durch die Impfung. Zwei Impfungen waren notwendig, bei einem Impfstoff nur eine, um eine „völlige Immunisierung“ zu erreichen, bei einer dafür benötigten Durchimpfungsrate von etwa 70 Prozent der impfbaren Bevölkerung. Das war damals ab 18 bzw 16 Jahren. Und jetzt wird ab 5 Jahren alles geimpft und es heißt, wir brauchen fast 90 Prozent  Durchimpfung für eine Herdenimmunität. Und von den Genesenen spricht überhaupt niemand.

  Wir haben jetzt in Österreich den 4. bzw. 5. Lockdown. Fast alle EU- Staaten sind in der „4. Welle“. Wir haben den Nachweis, dass nach relativ kurzer Zeit die Impfung nicht mehr wirkt. Es wurde zwecks Kontrolle längst der „Grüne Pass“ eingeführt, es gibt 3G, 2G, 2G plus, 1G. Wir sind gezwungen, uns den sogenannten „Booster“- Stich, also die 3. Impfung, die Auffrischungsimpfung, verabreichen zu lassen. Eine „Expertin“ erklärte vor ein paar Tagen mit der größten Selbstverständlichkeit, dass wir wegen einer Mutation in Kürze den „4. Stich“ brauchen und dass es dann wohl in regelmäßigen, kurzen Abständen wieder einer Auffrischungsimpfung bedarf – vermutlich bis ans Ende der Tage. Ein österreichischer Infektiologe sprach jetzt von einer möglicherweise monatlichen Impfung. Eine Goldgrube für die Pharmafirmen. Ob die Impfungen Beschwerden verursachen werden oder nicht, weiß niemand und fragt niemand. Zumindest in Österreich hat die Regierung auch schon eine generelle Impfpflicht angekündigt, die mit 1. Februar in Kraft treten soll. Dazu wurde schon gesagt, dass keine Zwangsmaßnahmen vorgesehen sind, aber hohe und wiederkehrende Geldstrafen und der Ausschluss aus dem öffentlichen Leben. Zur Diskussionen stehen dann Arbeitsverbote, keine Bezahlung, kostenpflichtige Tests, Ausstieg der Krankenkasse bei Corona- Erkrankung und andere Maßnahmen, um Impfverweigerer gefügig zu machen. Die EU- Führung steht einer allgemeinen Impfpflicht, trotz nur bedingt zugelassener Impfstoffe, sehr aufgeschlossen gegenüber und andere Staaten wie z. B. Deutschland denken ebenfalls schon laut darüber nach. Impfpflicht für verschiedene Berufsgruppen gibt es ja schon in mehreren Ländern. Der Impfwahn geht mittlerweile so weit, dass man gewillt ist, auch im Gesundheitssektor ungeimpftes Personal zu entlassen, auch auf die Gefahr eines System- Zusammenbruchs hin.

  In der EU nimmt die Impfhysterie immer schlimmere Formen an. Da ändert sich auch nichts daran trotz des Wissens, dass mittlerweile sehr viele „vollständig Geimpfte“, vor ein paar Monaten noch als „vollständig Immunisierte“ bezeichnet, samt 3. Stich in den Spitälern und auch auf den Intensivstationen liegen und dass in Ländern mit extrem hoher Durchimpfungsrate wie Portugal, Gibraltar u. a. die Zahl der Infektionen wieder in die Höhe schießt. Es ändert nichts daran, dass Studien belegen, dass es vor der Impfung weniger Infektionen, Kranke und Tote gab als jetzt, seit es die Impfung gibt. Es ändert auch nichts daran, dass in Statistiken von WHO und EMA ersichtlich ist, dass es durch Corona- Impfungen sehr viele schwere Nebenwirkungen und Todesfälle gibt. Bei den Corona- Impfungen in weniger als einem Jahr mehr als bei allen anderen Impfungen der letzten 70 Jahre zusammen, wie eine Studie aufzeigte. Es ändert nichts daran, dass es Langzeitfolgen zu den mRNA- Impfstoffen geben kann. Es muss geimpft werden auf Teufel komm raus.

  Man ist fast versucht zu glauben, es gibt Provisionen für die Durchimpfung oder unvorstellbaren Druck auf die Regierungen.

  Übrigens; der ganze afrikanische Kontinent hat eine äußerst niedrige Impfquote und trotzdem – oder etwa deswegen? – aktuell kaum Infektionen oder gar Kranke oder Tote. Die Menschen dort haben vermutlich eine durch Infektion bedingte Immunität. Und in einigen US- Bundesstaaten wurde mittlerweile eine Impfpflicht gesetzlich untersagt. Und in vielen Ländern wie z. B. Indien wurde (und wird) Corona mit einem billigen, aber wirksamen Medikament bekämpft. Nämlich mit Ivermectin.

  Interessant ist aber auch, dass Klaus Schwab, der Gründer des Weltwirtschaftsforums WEF und der Mann, der hinter dem „Great Reset“ steht, die Pandemie als Retterin seines Traumes sieht. Er meint: „Wir können nicht zur alten Normalität zurückkehren“. Ein Schweizer Finanzmagazin kam zum Schluss: „WEF- Gründer Klaus Schwab sieht die Seuche als Katapult für eine bessere Welt. Demokratie hat darin keinen Platz“. Die ersten Anzeichen dafür bemerkt man schon.

Am Ende dieses Artikels: „Die bisherigen Vigi-Access- Berichte“ (Vigi- Access ist die WHO- Datenbank)

Noch was:   https://www.medinside.ch/de/post/covid-vakzine-nebenwirkungen-und-mehr-ein-update

  Interessant ist der Abschnitt: „Nebenwirkungen: Impfstoffe im Vergleich“

Skandale nach Art des Hauses

In der EU- Burg (nein; diesmal nicht in Brüssel, sondern in Luxemburg) wird soeben ein weiterer Skandal der unbestreitbar langen Liste an internen EU- Skandalen wie Postenmauschelei, Spesen, Taggelder etc. hinzugefügt. Es geht um den Chef des EU- Rechnungshofes, dem „unsaubere Spesenpraxis“ und Zahlungen um eine „Briefkastenwohnung“ vorgeworfen werden. Dem Mann, der sämtliche Einnahmen und Ausgaben der EU- Institutionen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüfen soll, wird vorgeworfen, mehr als 300.000 Euro unrechtmäßig kassiert zu haben. Nun ja; 1 Million wäre auch „mehr als 300.000 Euro“. Es geht – und da offenbart sich ein weiterer Skandal – auch um Mietkostenzuschüsse für eine Wohnung in Luxemburg, die der deutsche Spitzenbeamte angeblich fast nie bewohnte. Das heißt, diese Herrschaften (gilt natürlich auch für Damen!) kassieren Mietkostenzuschuss, unabhängig von ihrem Spitzengehalt, für eine Wohnung an ihrem ständigen Arbeitsplatz! Der Chef des EU- Rechnungshofes bestreitet natürlich alle Vorwürfe. Ein französischer Journalist sagte jedoch, hätte er nicht eindeutige Beweise, wäre er nicht an die Öffentlichkeit gegangen.

  Es bahnte sich noch ein weiterer ausgewachsener EU- Skandal an; bei dem wäre es um Weihnachten gegangen. Die EU- Gleichstellungskommissarin Dalli brachte einen Leitfaden heraus (European Commission Guidelines for inclusive Communication), nach dem die Kommissionsmitglieder Wörter wie z. B. „Weihnachten“ nicht mehr verwenden sollen. Da würde doch „Feiertage“ besser passen. Und Namen wie „Maria und Johannes“ zu sagen wäre auch nicht gut. Da wären die unbelasteten Namen „Malika und Julio“ doch viel besser geeignet. Denn – so ließ die anscheinend sehr sensible Gleichstellungskommissarin wissen – man solle doch „sensibel“ sein gegenüber Personen, die nicht dem Christentum angehören. Man soll eben nicht sagen, wie sie beispielhaft anführte, „die Weihnachtszeit kann dermaßen stressig sein“, sondern doch besser „die Feiertage können dermaßen stressig sein“. Die werte Dame betrachtet also Wörter wie „Weihnachten“, welches im Englischen ja „Christmas“ heißt, oder christliche Namen wie „Josef“ als diskriminierend, da ja nicht alle Menschen christlich sind. Das heißt, Hinweise auf christliche Tradition und Kultur sollen gefälligst vermieden werden.

 Da meldete sich, man glaubt es kaum, sogar die katholische Kirche zu Wort. Von der EU- Bischofskommission hieß es, es sei der Eindruck entstanden, „dass einige Passagen des Entwurfsdokuments von einer antireligiösen Voreingenommenheit geprägt“ seien, denn „Weihnachten ist nicht nur Teil der europäischen religiösen Traditionen, sondern auch der europäischen Realität“. Auch der Vatikan übte heftige Kritik an der Richtlinie, genau so wie italienische EU- Abgeordnete und Parlamentarier. EU- Abgeordnete anderer Staaten verhielten sich auffällig ruhig und auch in vielen Medien wurde nichts über diesen Leitfaden zur politischen Korrektheit berichtet. Der EU- Kommissarin reichte aber der Sturm der Entrüstung, der ihr entgegen blies und sie machte einen Rückzieher und sagte als Begründung: „Das ist kein ausgereiftes Dokument und entspricht nicht unseren Qualitätsstandards“. Deswegen ziehe sie es zurück, „damit wir weiter an dem Dokument arbeiten können“. Der Leitfaden war also Schrott. Aber er kommt wieder.

  Auffällig ist halt, dass – neben anderen – christlich geprägte Begriffe hervorgehoben wurden, die man nicht mehr verwenden soll. Ein Hinweis, dass muslimische Begriffe wie z. B. „Ramadan“ nicht mehr verwendet werden sollen, fehlt hingegen. Den Typen in Brüssel ist wohl bewusst, dass die Muslime absolut keinen Spaß verstehen, wenn es um ihre Religion geht. Das haben sie schon oft sehr eindrucksvoll bewiesen. Wenn es um Karikaturen ging, beispielsweise, oder um irgendwelche Verse.

Mysterium Omicron

Es gibt seit ein paar Tagen wieder eine Corona- Mutation! Omicron wird sie genannt und fast im Stundentakt hört man Meldungen von Fällen dieser Variante in verschiedenen österreichischen Bundesländern, aber auch von anderen europäischen Staaten. In Südafrika wurde sie zuerst nachgewiesen und südafrikanische Fachleute haben auch die Weltgesundheitsbehörde WHO informiert. Die stufte die Variante als „sehr besorgniserregend“ ein, wie zu lesen war. Noch ansteckender und gefährlicher soll sie womöglich sein als die jetzige Delta- Variante. Die österreichische Regierung rief sofort die sich in Südafrika aufhältigen Staatsbürger auf, das Land zu verlassen und in die Heimat zurückzukehren und sperrte auch gleich die österreichischen Flughäfen für Flugzeuge aus dem südlichen Afrika. Andere Staaten beschlossen ähnliche Maßnahmen. Eine Ausbreitung des Virus kann dadurch aber sicher nicht verhindert werden.

  Jetzt gibt es da und dort auch schon Infos rund um Omicron zu erfahren. Das fängt schon mit dem Namen Omicron an. Eigentlich, so erfährt man, wäre ja der griechische Buchstabe vor Omicron, nämlich Xi, an der Reihe gewesen. Man wollte aber keine Scherereien mit den Chinesen, deren Chef Xi Jinping heißt. Das aber nur nebenbei. Die ersten Fälle tauchten übrigens in Botswana auf, bei vier Leuten auf einer Safari. Die Proben wurden aber in einem Labor in Südafrika untersucht – und somit ist es wieder eine Südafrika- Variante. Und in Europa – in Deutschland, glaube ich, gelesen zu haben – tauchte dann der Verdacht auf, dass das mutierte Virus erstmals bei einem HIV- Patienten nachgewiesen worden wäre. Das stimmt allerdings nicht, erklärte der Koordinator der „Presidential COVID-19 Task Force“ in einer schriftlichen Pressemeldung. Der vorläufige Bericht habe ergeben, dass alle vier positiven Tests von Reisenden stammen, die vollständig gegen COVID-19 geimpft waren (“ … all the four had been fully vaccinated for COVID-19″). Und in Südafrika weiß man wieder einmal nichts davon, dass diese Variante so gefährlich sein soll, während sie in Europa ein Grund mehr ist zum „Boostern“ und zur Impfpflicht. Die Gesundheitsbehörden in Südafrika sehen in der Omicron- Variante nämlich keinen Grund zur Panik. die Symptome seien weitestgehend mild und es gab bisher auch keine Hospitalisierungen. Es ist allerdings noch nicht bekannt, ob die neue Variante ansteckender und tödlicher oder eventuell nur ansteckender, aber ohne schweren Verlauf ist. Der Vorsitzende der Südafrikanischen Medical Association gab allerdings zu Protokoll, dass Omicron eine harmlosere Variante als die bisherigen Varianten ist. Eine Erkrankung äußere sich in leichten Symptomen, in Muskelschmerzen, in Müdigkeit, für ein oder zwei Tage. Symptome also, wie sie als Begleiterscheinung bei der Impfung auftreten und als völlig harmlos abgetan werden. Ähnliches haben ja einige Fachleute von weiteren Mutationen erwartet. Nämlich eine Abschwächung, weil das Virus ja überleben und nicht seinen Wirt töten will. Ein Grippevirus z. B. will ja einen gesunden Körper im Normalfall auch nicht umbringen, obwohl es Grippetote gibt.

  Es gibt aber im Zusammenhang mit der Omicron- Variante und Südafrika auch eine abenteuerliche, eine unglaubliche Geschichte. Dazu muss man wissen, dass Südafrika eine Impfquote (vollständig) von nur etwa 24 Prozent und trotzdem eine sehr niedrige Inzidenz von 25 (am30.11. ) hat mit aktuell 2.100 Neuinfektionen – allerdings ansteigend. So gesehen, kein Grund zu Massenimpfungen, zumal die Leute ja auch nicht krank sind. Somit ist natürlich auch kein Bedarf an Impfstoffen und deswegen wurden weitere Lieferungen von Johnson & Johnson gestoppt, weil die Lagervorräte bei jetzigem Bedarf noch für etwa 5 Monate reichen. Und in anderen afrikanischen Staaten ist die Impfquote noch wesentlich niedriger – und auch die Inzidenz. Dort existiert Corona eigentlich nicht und das ohne Impfung! Und deswegen, so gibt es das Gerücht, wird Südafrika jetzt unter Druck gesetzt. Denn es kann doch nicht sein, dass in Afrika mit Impfstoff nichts zu verdienen ist.

  Dazu ein Artikel:https://www.wochenblick.at/suedafrika-stoppte-impfstoff-lieferungen-steckt-impfkartell-hinter-omikron-krieg/

Hier die schriftliche Pressemeldung des Koordinators der COVID-19 Task Force:

Alles rechtens?

  Die Sache mit der Corona- Impfung für Kinder ab 5 Jahren ist jetzt mehr oder weniger oder zumindest vorläufig abgehakt. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erteilte dem Impfstoff von Biontech/ Pfizer die Zulassung und auch das Nationale Impfgremium in Österreich empfiehlt diese Impfung. Die Zustimmung der EU- Kommission fehlt zwar noch (am 25. 11. 21), aber das macht nichts. Ist ja nur eine Formsache, heißt es. Daten zu Risiken und Effektivität dieses Kinder- Impfstoffes wurden immerhin zwei Monate überprüft, heißt es. Na; besser als gar nicht. Ob diese Impfung für Kinder sinnvoll ist oder nicht, ist eine Sache. Eine andere Sache ist, dass diese Impfung jetzt erfolgen darf. In Wien beispielsweise haben Ärzte ja schon längere Zeit Kinder ab 5 Jahren (vielleicht auch jüngere; wer weiß?) geimpft, obwohl es keine Zulassung dafür gab. Diese vermutlich nicht ganz legale Vorgangsweise wurde dezent mit „Off Label“ umschrieben. Und selbstverständlich nicht hinterfragt. Dieser Impfstoff dürfte aber, genau so wie der ganz normale „Comirnaty“- Impfstoff von Pfizer, keine vollwertige und uneingeschränkte, sondern nur eine bedingte Zulassung bzw. eine Notfallzulassung haben.

  In Wien teilte Bürgermeister Ludwig schon am 15. November voll Stolz mit, dass zu diesem Zeitpunkt schon 9.000 Termine für Kinderimpfungen vergeben waren. Dazu machte der Bürgermeister auf Twitter auch auf einen ganz wichtigen Punkt aufmerksam, auf den unverständlicher Weise eigentlich keine Reaktion erfolgte. Bürgermeister Ludwig „zwitscherte“ nämlich bezüglich Kinderimpfung: „Die Letztverantwortung liegt beim impfenden Arzt. Die Stadt Wien empfiehlt daher die Impfung auch nicht, sondern schafft lediglich die Möglichkeit zur Impfung“. Klingelt es jetzt? Der Bürgermeister putzt sich bei der Haftung ab, hängt diese den impfenden Ärzten um. Bei Impfschäden wären sie dran. Das müssen die Ärzte allerdings wissen.

  Der oberösterreichische Landeshauptmann Stelzer äußerte sich auf Facebook zu den Kinderimpfungen. Er bedankte sich bei den vielen Kindern, die sich schon dieses Wochenende ihre Corona- Schutzimpfung holten und bemerkte: „Das zeugt von Tapferkeit und Solidarität gegenüber ihren Mitmenschen“. Ja, die Solidarität gegenüber den Mitmenschen wird im Zusammenhang mit der Corona- Impfung in letzter Zeit sehr häufig eingefordert. Aber auf die Letztverantwortung bzw. die Haftungsfrage, so wie es der Wiener Bürgermeister tat, ging er nicht ein – oder vergaß er das?

  Und dann noch eine, eventuell nicht allgemein bekannte Tatsache, die in nächster Zeit auch die Kinderimpfung betrifft: Beim Biontech/ Pfizer- Impfstoff darf das Ablauf- bzw. Verfallsdatum geändert werden. Das aufgedruckte Verfallsdatum, z. B. Sept. 2021, darf geändert – man nennt das ganz unverdächtig aktualisiert – werden auf Dezember 2021. Es darf bzw. durfte bei Chargen von Juni 2021 bis März 2022 das Verfallsdatum um 3 Monate verlängert, also „aktualisiert“ werden.

  In der Lebensmittelbranche gab es deswegen schon Riesen- Skandale.

Die Ampel

An das Ergebnis der deutschen Bundestagswahl erinnert sich im Detail kaum noch jemand; die „Hauptdarsteller“ der Parteien waren ja nicht gerade das, was man unter „Medienstars“ versteht. Tatsache war: Die Union kam unter die Räder, ein Farbwechsel stand an. Die parteiinternen Besprechungen, die dann zwecks eventueller Bereitschaft zu einer Regierungsbeteiligung geführt wurden und in der Folge die sogenannten Sondierungsgespräche liefen ab, ohne besonderes Interesse auszulösen. Ja klar, eine Ampel wird es; was sonst. Die Koalitionsverhandlungen begannen unspektakulär und blieben es auch. Und bis Weihnachten wird eine neue Regierung die seit der Wahl nur mehr geschäftsführende Regierung ablösen, hieß es anfangs. Die neue Regierung als Weihnachtsgeschenk sozusagen. Plötzlich schaut es aber ganz anders aus. Die Ampelmänner und -frauen haben sich ausverhandelt und es geht nur mehr darum, wer in welchem Ministeramt die Hauptrolle spielen darf. Bei der Frage geht es angeblich bei den Grünen am heißesten her. Fest steht jedenfalls, dass die neue Regierung kein Weihnachtsgeschenk wird, sondern die wird der Krampus bringen. Plötzlich ist diese neue Regierung ein historisches Ereignis, es ist die erste rot- gelb- grüne Bundesregierung. Es wird, das kann man schon ahnen, eine schmerzhafte Erfahrung werden. (Aber die deutschen hatten ja wirklich wenig Auswahl bei der Wahl.) Corona- Maßnahmen bis hin zur ebenfalls schon diskutierten und geforderten Impfpflicht, teils auch dadurch bedingte nicht rosige Wirtschaftsdaten, Energiewende, Umweltschutz usw.

  Es wird in nächster Zeit nicht viel zu lachen geben. Das zeigten schon Ankündigungen vor Veröffentlichung der Koalitionsvertrags- Punkte. Der Vertrag selbst soll eine „Politik der großen Wirkung“ beinhalten, ein „Dokument des Mutes und der Zuversicht“ sein für eine „Regierung der Mitte, die das Land nach vorne führt“. Große Worte; wie üblich für einen Neubeginn. Pessimisten meinen, dass die Cannabisfreigabe deswegen zugesagt wurde, damit die Menschen die auf sie zukommenden Belastungen und Probleme nach einem Joint oder zwei etwas entspannter sehen können. Und an Belastungen und Problemen wird kein Mangel herrschen. (Da stehen die Deutschen aber nicht alleine da.) Das rote Gesundheitsministerium hat in erster Linie mit Corona zu kämpfen und deswegen beten viele: Oh Herr, verschone uns vor einem Minister Lauterbach. Das rote Innenministerium kriegt von Anfang an mit dem Migrationsproblem zu kämpfen. Aktuelles Stichwort: Weißrussisch- polnische Grenze. Kann aber auch sein, dass dieses jetzige Problem ganz entspannt gesehen wird. Dass eventuell über kurz oder lang, offen oder auch heimlich, diese Migranten nach Deutschland geholt werden. Weil es letztendlich fast egal ist, ob diese Migranten vom Süden oder vom Osten kommen. Das rote Verteidigungsministerium soll aus einem Trümmerhaufen wieder ein einsatzfähiges Heer machen. Deutschland will ja überall dabei sein und gezündelt wird an vielen Stellen; da wird dann auch die grüne Außenministerin eine Rolle spielen. Na, hoffentlich hat sie besonnenen Berater. Ein „Zerrissener“ wird jedenfalls der FDP- Finanzminister werden. Er soll ja das alles zahlen oder das Geld ausborgen für das, was rot und Grün finanziert haben will oder an „miden Gaben“ verschenken will – neben dem, was auch Brüssel weiterhin von Deutschland erwartet. Und das wird nicht wenig sein.

  Wird es eine andere Politik geben? Eher nicht. Schon der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer sagte: „Wenn die Mehrheiten sich verändern, mag es eine andere Koalition geben. Aber es wird keine andere Politik geben. Dazu steht zu viel auf dem Spiel. Das wissen alle Beteiligten“. Und der schon lange Zeit unsichtbare Bundesinnenminister Seehofer meinte einmal: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden“.

Strahlend „grüne“ Energie

  Vor ein paar Jahren nahm die Diskussion rund um Energiewende und Klimaschutz und E- Mobilität an Intensität zu. Da muss man noch vorausschicken, dass Deutschland beschloss bzw. beschlossen hatte, neben den Kohlekraftwerken auch sämtliche Atomkraftwerke abzustellen. (Die Frage, ob Müllverbrennungsanlagen weiter in Betrieb bleiben dürfen, kann ich nicht beantworten. Diese Frage kam mir nämlich erst jetzt in den Sinn). Klimawandel und Klimaschutz beschleunigte in letzter Zeit die Forderung nach Ausstieg aus der Kohle und anderen fossilen Brennstoffen und die Katastrophe von Fukushima verstärkte die Anti- Atom- Bewegung. Das war in Deutschland so, aber nicht unbedingt in anderen Ländern.

  In Österreich z. B. entstand mit dem Bau des Kernkraftwerks Zwentendorf die Anti- Atomkraft- Bewegung. Dieses betriebsbereite Kernkraftwerk ist das einzige KKW weltweit, welches nie in Betrieb ging. Bei einer Volksabstimmung entschied sich nämlich eine hauchdünne Mehrheit gegen die Atomkraft. Es gibt in Österreich seither auch ein Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich. Seither herrscht auch eine gewisse Skepsis gegenüber der Atomkraft. In Frankreich ist das grundsätzlich anders, da werden fast drei Viertel des gesamten Stroms von Kernkraftwerken erzeugt. Und die Franzosen denken nicht daran, da gravierend was zu ändern. Auch andere Länder, wie z. B. Tschechien, die Slowakei oder Slowenien zeigen kein besonderes Interesse, aus der Atomkraft auszusteigen. Sie haben aber relativ störanfällige Reaktoren oder sind in erdbebengefährdeten Zonen.

  Es wurde zwar die Solar- und Windenergie massiv forciert, aber irgendwann dämmerte es einigen Leuten, speziell in Deutschland, dass die Rechnung nicht aufgehen würde; mit dem Anstieg des Strombedarfs, dem Wegfall von Atomstrom und der Abstellung von Kohlekraftwerken. Denn die Industrie völlig auf Strom umstellen, die Mobilität zur Gänze bis hin zu Scootern  nur mehr elektrisch und generell höherer Stromverbrauch, z. B. für Klimageräte, das könnte ein Problem werden und sogar zu Blackouts führen – mit verheerenden Folgen. Es kam, was kommen musste: Der Ruf nach mehr Atomstrom in der EU. Aber nicht einfach so. Nein, der Atomstrom soll als „grüner“ Strom eingestuft werden. Er soll als Klimaschutz- Investment gelten und somit sollen auch Förderungen durch die EU zulässig werden; im Sinne der Nachhaltigkeit. Als die EU- Kommission Zustimmung zu den Plänen von „grünem“ Atomstrom signalisierte, schrieben fünf Länder einen Protestbrief an die EU- Kommission. Es waren dies: Dänemark, Deutschland, Luxemburg, Spanien. Österreich. Zu den Unterzeichnern gehörte die österreichische Umweltministerin Gewessler. Das passierte vor ein paar Monaten. Mittlerweile werden durch die Taxonomie- Verordnung Atomenergie und auch Gaskraftwerke als umweltfreundlich eingestuft. Parlamentarier aus mehreren EU- Staaten laufen dagegen Sturm und fordern: „Die Kommission muss diesen Öko- Schwindel noch stoppen“.

  Der Widerstand gegen die Entscheidung der EU- Kommission wird aber schwächer, die Front löst sich auf. Einzig unsere Ministerin Gewessler hat, so scheint es, noch nicht kapituliert. Sie predigt immer noch: „Atomkraft hat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun“ und sie will das auch mit einem Rechtsgutachten nachweisen. Und sie sieht, wie viele andere Menschen, die Atomkraft als gefährlich und nicht als Lösung im Kampf gegen die Klimakrise. Über die Frage, ob Atomkraft nachhaltig ist oder nicht, entscheidet aber nicht Gewessler, sondern die EU- Kommission. Aber die wartet ab, bis sich die EU- Staaten in dieser Frage einig sind. Und der Kampf der österreichischen Ministerin gegen die EU- Kommission – sie drohte schon mit einer Klage und jahrelangem Verfahren – ist eher als Rückzugsgefecht zu sehen. Damit in Österreich die Grünen in den Augen der Wähler nicht den letzten Rest von Gesicht und Rückgrat verlieren. Und außerdem würden die Grünen als „glühende Europäer“ und Koalitionspartner der ÖVP doch nie ernsthaft gegen Brüssel aufbegehren.

EU in der Zwickmühle

Der weißrussische Präsident Lukaschenko hat die EU  schwer in Verlegenheit gebracht. Eigentlich die EU- Kommission und nicht die EU. Aber der Schuldige ist natürlich Präsident Lukaschenko  mit seinen Migranten, die in die EU, großteils nach Deutschland, nach „Germoney“, wollen. Das ist ja an sich kein Problem, wenn man z. B. nach Italien schaut. Dort kommen diese Migranten ja in Massen über das Mittelmeer und dann heißt es, wie die Merkel einmal zu sagen pflegte, „… nun sind sie halt da“. Und auch in Österreich sind sie halt jeden Tag da, weil Ungarn die illegalen Migranten an der EU- Außengrenze zu Serbien eigentlich nicht aufhalten darf und an den Binnengrenzen auch nicht, genauso wenig wie Kroatien oder Slowenien und dann sind sie halt in Österreich – wir lassen sie ja selbstverständlich auch herein.

  Und diese Einstellung haben die Polen nicht. Die halten ihre Grenze zu Weißrussland sauber. Für die Polen heißt Grenzschutz noch Grenzschutz. Noch. Und das ist das Dilemma für Brüssel. Die Polen wehren jeden Sturm auf die Grenzbefestigungen ab. Was bleibt Brüssel also anderes übrig als zu behaupten, dass sich die EU vom Diktator Lukaschenko und von den paar tausend Migranten nicht erpressen lässt. Wie es an der Grenze zwischen Weißrussland und Litauen ausschaut, weiß man nicht, weil zur Zeit darüber nichts berichtet wird. Dabei hat Litauen wegen ein paar tausend illegal gekommener Migranten den Notstand ausgerufen und einen Grenzzaun gebaut. Und jetzt werden die Asylanträge zügig abgearbeitet – mit einer Anerkennungsquote von etwa ein oder zwei Prozent. Und vielleicht haben die Deutschen „ihre“ Migranten schon abgeholt. In Litauen wollen sie ohnehin nicht bleiben, genau so wenig wie in Polen.

  Jetzt gab es sogar eine „Belarus- Konferenz“ in Wien, um das Problem zu lösen. Da war selbstverständlich die sogenannte weißrussische Oppositionsführerin Tichanowskaja dabei, der die Konferenzteilnehmer ihre Unterstützung zusagten. Tichanowskaja forderte u. a., nicht mit Lukaschenko zu verhandeln, da er „nicht umerziehbar“ sei. Denn „die Erfahrung mit Lukaschenko zeigt, dass nur Druck funktioniert“. Das ist eigentlich die nächste Pleite für die EU. Die Weißrussin fordert, dass mit Lukaschenko nicht verhandelt werden darf. Von der EU wird er auch nicht als Präsident anerkannt. Weil die Präsidentenwahl im vorigen Jahr angeblich nicht korrekt ablief, weil die Oppositionsführerin angeblich die Wahlsiegerin ist oder zumindest sein sollte. Nur; mit der von der EU anerkannten Oppositionsführerin kann nicht verhandelt werden, die ist ja im Westen und hat in Weißrussland nichts zu sagen. Und obwohl Lukaschenko nicht anerkannt ist, hat Merkel mit ihm telefoniert. Das heißt, sie hat mit ihm verhandelt. Übers Wetter wird kaum gesprochen worden sein. Die ganze Sache ist eigentlich peinlich für die EU. Und das alles nur wegen der starrsinnigen Polen, weil die die Migranten partout nicht durchlassen.

  Peinlich war eigentlich auch die sogenannte Belarus- Konferenz. Es gab nämlich keinen Vertreter Weißrusslands bei dieser Konferenz. Das heißt, es wurde nicht mit Weißrussland gesprochen, sondern über Weißrussland. Ach ja; der österreichische Kanzler sprach im Vorfeld mit dem weißrussischen Außenminister über diese Konferenz, die dieser scharf kritisierte. Und auf der Konferenz sprach der österreichische Außenminister Linhart: „Unser Ziel ist nicht der Regimewechsel. Wir wollen, dass das belarussische Volk seine eigenen Entscheidungen trifft. Frei. Ohne Angst. Ein Belarus, in dem die Menschenrechte, die Medienfreiheit, die Versammlungsfreiheit und die Meinungsfreiheit geachtet werden“.

  Dass kein Regimewechsel angestrebt werde, hörte man 2014 auch in der Ukraine. Und ehe man sich´s versah, war der rechtmäßige Präsident weggeputscht und ein westlich gesinnter Herrscher saß am Thron und USA und EU waren zufrieden. Und der ehemalige deutsche Außenminister spielte damals auch eine Rolle, genau so wie eine US- Politikerin namens Victoria „Fuck the EU“ Nuland. Und bei den anderen Werten, die unser Außenminister nannte, müssen wir aufpassen, dass sie uns nicht gänzlich abhanden kommen.

Die Zeichen der Zeit

  Österreichs Regierung, so könnte man mittlerweile sagen, hat sich radikalisiert. Freilich schießen die Zahlen der positiv Getesteten aktuell durch die Decke; das stimmt schon. Aber dieser Besorgnis erregende Umstand ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Anzahl der Tests durch (Zwangs-) Maßnahmen der Regierung wie 3G und 2,5G extrem nach oben getrieben wurde. Jetzt wird eben voll Stolz verkündet: „Wir sind Test- Weltmeister“. Na super! Dafür waren es keine Einzelfälle, dass Testergebnisse erst nach Ablauf der Gültigkeit des Tests übermittelt wurden und das Testsystem zusammenbrach. Auch die Ausdrucksweise der Politiker gegenüber den Ungeimpften nahm an Schärfe zu („die Daumenschrauben andrehen“, „die Zügel anziehen“), genauso wie die Maßnahmen. Die nächste Eskalationsstufe war dann neben Gesprächen über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen (da hätte man eventuell über Verletzung des Gleichheitsprinzips diskutieren können) ein weiteres Vorpreschen mit der Ankündigung einer generellen Impfpflicht für alle. Es wurden auch gleich eine Menge regierungstreuer Rechtsgelehrter aufgeboten, die keine rechtlichen Hürden für eine generelle Impfpflicht erkennen können. Wenig überraschend ist auch unsere Verfassungsministerin der Ansicht, dass nichts gegen eine Impfpflicht spricht. Dabei haben sich jetzt in einer Zeitungsumfrage mit 50.000 Teilnehmern satte 90 Prozent „gegen jeglichen Zwang zur Impfung“ ausgesprochen. Im Gegensatz dazu fordert ein österreichischer Verfassungsrechtler allen Ernstes eine „Zwangs- Isolierung“ für Ungeimpfte. Und ein ORF- „Star“ will, wie zu lesen ist, Ungeimpfte „radikal entfernen“.

  Es geht, so hat man den Eindruck, nur um die Impfung. Darum, dass alle – auch die Kinder ab 5 Jahren, ob mit oder ohne Zulassung – geimpft werden. Zum ersten, zum zweiten, zum dritten Mal. Und es soll nur mit dem Pfizer- Impfstoff passieren. Es wird gejammert über die niedrige Impfquote in Österreich. Es wird aber kein Wort verloren über die Genesenen, die laut Meinung von Fachleuten eine „belastbarere und anhaltendere“ Immunisierung aufweisen als Geimpfte. Und das sind in Österreich etwa 10 Prozent der Gesamtbevölkerung. Über die Genesenen wird also nicht nur nicht gesprochen, sondern denen wurde vom Gesundheitsminister der Genesenen- Status aberkannt und Antikörpertests zählen auch nicht mehr.

  Es gab jetzt, zuerst wegen des „Lockdowns für Ungeimpfte“, der dann ja in einen generellen Lockdown umgemünzt wurde, und dann auch wegen der angekündigten Impfpflicht österreichweit Demonstrationen. Die größte gab es in Wien, die konnte beim besten Willen nicht mehr kleingeredet werden. Also wurde doch berichtet von z. B. „40.000 Teilnehmern“ oder „mehreren zehntausend Teilnehmern“. Die Medien brachten es nicht übers Herz, von „100.000 Teilnehmern“, die es tatsächlich gewesen sein dürften, zu berichten. Ist ja irgendwie komisch. Bei Demos gegen Corona- Maßnahmen werden die Teilnehmerzahlen nach unten gedrückt, so weit es geht. Bei BLM- oder Klimaschutzdemos verhält es sich genau umgekehrt. Dann gab es aber auch noch Demos in Linz, in Bregenz, in Salzburg. Wie üblich bei diesen Demos, wurde von der Anwesenheit von Rechtsextremisten und Neonazis und Gewalt berichtet, der Innenminister sprach von „aufgeheizter, aggressiver Stimmung“. Die Bilder sprachen aber eine andere Sprache.

  Es heißt; „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit“. Diesen Spruch sollten unsere Politiker auch beherzigen. Sie sollten eigentlich die Zeichen der Zeit erkennen. Diese Zeichen der Zeit verändern sich momentan. Es gab ja nicht nur Demos in Österreich. Es gab vor nicht allzu langer Zeit rund um Corona- Maßnahmen schwere Auseinandersetzungen in Italien, speziell im Hafen von Genua. Es gab jetzt Demos, z. B. vor der österreichischen Botschaft in Paris, gegen die österreichische Impfpflicht. Es gab mehrere Tage hintereinander Krawalle in mehreren Städten Hollands, bei denen sogar Demonstranten von der Polizei niedergeschossen wurden. Es gab Krawalle in Belgien wegen Corona- Maßnahmen der Regierung. Es gab schwere Ausschreitungen im französischen Überseegebiet Guadeloupe; Paris schickte Sondereinheiten dorthin. In Kroatien, in Dänemark, in Großbritannien wurde, wie überall sonst, gegen Lockdowns, gegen den Grünen Pass, gegen 2G und 3G, gegen Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen oder generell und Einschränkungen der Freiheitsrechte demonstriert. Regierungschefs österreichischer Nachbarländer verurteilten die Impfpflicht, sprachen sogar von faschistischen Maßnahmen.

  Diese sich verändernden Zeichen der Zeit muss die Politik wahrnehmen. Es sind Zeichen an der Wand.

Gefährliches Abenteuer

  Kaum war in Oberösterreich und Salzburg der „Lockdown für Ungeimpfte“ beschlossen, wurde alles schon wieder über den Haufen geworfen. Beim Bund- Länder- Gipfel wurde ein vorerst dreiwöchiger Lockdown für ganz Österreich beschlossen. Für alle; ob geimpft oder ungeimpft. Für die Ungeimpften soll er aber länger dauern. Und weil das zu wenig ist an schlechten Nachrichten für einen (Frei-) Tag, gab es eine kräftige Draufgabe: Es wird jetzt tatsächlich eine generelle Impfpflicht in Österreich ab 2022 in Erwägung gezogen bzw. ist von der Regierung schon fix vorgesehen und geplant. Als Feldversuch für die EU vielleicht. Um zu sehen, ob mit Widerstand zu rechnen ist. Vielleicht will Brüssel das wirklich, denn anscheinend haben einige Länder auf ein solches Signal gewartet und fangen jetzt ebenfalls über solche Maßnahmen zu diskutieren an. International sorgt die geplante Impfpflicht in Österreich jedenfalls für Aufsehen, allerdings nicht unbedingt für Zustimmung. Von der „New York Times“ bis zur „BBC“ wurde über Lockdown und geplante Impfpflicht in Österreich berichtet. Eines sollte beim Vorpreschen Österreichs aber nicht vergessen und nicht außer Acht gelassen werden: Die vier in der EU zugelassenen COVID-19- Impfstoffe haben nur eine bedingte Zulassung (Notfallzulassung) und daran wird sich in den nächsten Monaten, auch nach einer Verlängerung der Zulassung nach einem Jahr (länger gilt die Notfallzulassung nicht), kaum was ändern. Die Zulassung gilt natürlich auch nicht für Kinder ab 5 Jahren, obwohl mit der Kinderimpfung in Österreich längst begonnen wurde. Man nennt sie halt dezent „Off- Label Impfung“. Und eine Impfpflicht verhängen bei  Notfallzulassung, ist schon heftig. Und wenn bei Diskussionen immer wieder auf die damalige Impfpflicht gegen Pocken verwiesen wird, hinkt dieser Vergleich. Der Impfstoff gegen Pocken war auch damals schon über Jahre und Jahrzehnte erprobt und hatte natürlich eine uneingeschränkte Zulassung. Und die Pocken waren sicher gefährlicher als Corona.  Dieses Vorhaben wird kommende Demos befeuern, darauf kann man wetten.

 
  Interessant und aufschlussreich sind übrigens die Kommentare zu Artikeln über Lockdown und Impfpflicht. Man wird nämlich wieder an gebrochene Versprechen von Politikern erinnert, wenn man z. B. liest: „Kein Lockdown mehr“ oder „eine Impfpflicht wird es nicht geben“ oder „für Geimpfte ist die Pandemie vorbei“ usw. Die Liste mit ähnlichen gebrochenen Versprechen ließe sich beliebig verlängern. Es soll aber auch niemand behaupten, dass die Ungeimpften schuld sind an der Misere, denn es gibt massenhaft Impfdurchbrüche. Von sogenannten Experten und von der Pharma- Industrie hört man auch nichts mehr von „vollständiger Immunisierung“ nach zwei Impfungen. Jetzt hört man nur mehr von „Grundimmunisierung“ nach drei Impfungen. Und irgendwann kann man sich vielleicht einen 10er- Block für die Impfungen besorgen. Dafür hört man – wenn man es hören will – dass auch in Ländern mit einer hohen Impfquote die Zahlen wieder steil, z. T. sogar exponentiell, nach oben gehen. Bekanntestes Beispiel ist aktuell Gibraltar. Und umgekehrt ist bekannt, dass aktuell der ganze afrikanische Kontinent mit einer durchschnittlichen Impfquote von weniger als sechs Prozent eine Inzidenz aufweist zwischen 0 (Null) und 10. Die Ausreißer sind je ein Staat mit einer Inzidenz von 48 bzw 31. Also nochmals: Nicht geimpft und trotzdem keine Probleme. Es geht, so scheint es, wirklich nur um Impfungen. Und somit um das große Geld für „Big Pharma“. Genesene zählen nicht, die Herdenimmunität, erreicht durch Infektionen, zählt nicht. Es geht nur um die Impfungen. Deshalb erfolgt jetzt der Großangriff der Pharma- Giganten auf Afrika. Es sollen Werke zur Produktion von Impfstoffen in Afrika errichtet werden und dann haben sich die Afrikaner gefälligst impfen zu lassen, ob es nötig ist oder nicht. Diese Pläne werden von der EU- Kommission unterstützt.

  Und was mittlerweile in Österreich nicht mehr zu übersehen ist: Durch die Gesellschaft ziehen sich längst tiefe Gräben, die Gesellschaft ist gespalten. Von der Politik – und leider auch von den Medien.

P. S.: In anderen Ländern außerhalb der EU mit ähnlicher Inzidenz und ähnlicher Impfquote wie Österreich denkt eigentlich fast niemand an Lockdown und Impfpflicht.