Da hat sich die EU was eingehandelt. War das eigene Dummheit, Gier nach Absatzmärkten (kommt aufs Gleiche raus) oder fremder Druck, dass man die Ukraine um jeden Preis in die „europäische Familie“ holen wollte? Dazu mußte man tatkräftig mithelfen, einen gewählten Präsidenten wegzuputschen, half dann mit, eine anrüchige Übergangsregierung zu installieren, wobei aber die Personalwahl von anderen bestimmt wurde. Man nahm Rechtsextreme und Neonazis in Kauf und bedauerte scheinheilig die Opfer der Schießereien während des Putsches. Man schob alle Gewalttaten der alten Regierung in die Schuhe. Es ging um Demokratisierung, hieß es. Die Vertreter der EU gaben sich da mit Leuten ab, welche in der EU mitsamt ihren Gruppierungen verboten wären. Das spielte alles keine Rolle; wichtig war die Unterschrift unter das Assoziierungsabkommen. Dann ging es aber schon ans Zahlen. Die EU zeigte sich vorerst großzügig. Da ein paar Hundert Millionen, dort Milliardenzusagen. Die Rückkehr der Krim zu Russland wurde verteufelt, ein Vergleich mit dem Kosovo war aber nicht zulässig. Beim Krieg mit der Ostukraine zeigte sich erneut, mit welchen Charakteren sich die EU eingelassen hat, welchen Typen sie zur Macht verholfen hat. Im Fernsehen, bei den Nachrichtensendungen und im Internet wird ganz offen gezeigt, dass sich in der ukrainischen Armee in Form von Freiwilligenbataillonen Neonazi- Einheiten befinden. Es wurde weiter Geld nach Kiew getragen, die EU beglich auch Teile der Gasschulden bei Russland.

Jetzt ist die Ukraine wirklich pleite. Premier Jazenjuk kommt nach Brüssel und fordert Unterstützung. Etwa 15 Milliarden möchte er. Für den Anfang. Peinlich für das Regime in Kiew ist nur, dass Brüssel nichts geben will ausser guten Ratschlägen und Sparprogrammen; Waffen vielleicht gegen die „Untermenschen“, wie Premier Jazenjuk die Menschen in der Ostukraine nannte. Der IWF will auch nichts auslassen ohne Garantien in Form von Privatisierungen zu Gunsten von US- Konzernen und die USA meinen, sie hätten mit den 5 Milliarden Dollar für den „regime change“ mehr als genug investiert. Somit geht der Ball wieder an die EU. Auf Druck unserer Freunde jenseits des Atlantiks werden wir die nächsten offenen Rechnungen begleichen müssen, die uns das Regime in Kiew aufs Auge drücken wird. Zusätzlich zum Geld werden aber auch Waffen aller Art von Kiew gerne angenommen, es wird ja eine Ausweitung des Krieges in der Ostukraine angestrebt. Was dort abgeht, wird vom Westen gerne verschwiegen oder sehr einseitig gebracht. Egal, wie und was, dieses Land wird uns noch viel Geld kosten und viel Ärger bringen.

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