Eine Jubelmeldung in den Medien: Flüchtlingsstrom aus dem Kosovo eingedämmt. Der Grund dafür sollen hauptsächlich Inserate in Zeitungen am Balkan sein, welche die Chancenlosigkeit eines Asylantrages bei uns aufzeigen. Ist ja super, aber warum nicht früher? Warum auch erst jetzt angeblich ernsthafte Gespräche über mehr Grenzkontrollen, über eine große Sicherheitsoffensive? Ach ja, im Burgenland und in Wien wird heuer gewählt; deswegen. Der Österreicher fällt immer wieder auf den gleichen Uralt- Schmäh herein: Vor einer Wahl mit treuherziger Miene “die Sorgen der Bürger” wahrnehmen, Besserung geloben und nach der Wahl wieder alles vergessen und weiterhin tralala. Dass der Schmäh immer noch zieht, spricht nicht unbedingt für die Österreicher.
Bei der angeblich so erfolgreichen Inserat- Kampagne im Kosovo stellt sich die Frage, warum man das nicht auch, nur so beispielweise, in jenen afrikanischen Ländern machen kann, welche uns mit jungen, männlichen Asylforderern überschwemmen, die man beim besten Willen nicht als Kriegsflüchtlinge bezeichnen kann; die als reine Wirtschaftsflüchtlinge grinsend ihre Asylanträge stellen. Da müsste dann aber die Regierung auch soviel Rückgrat haben, abgelehnte Asylwerber ausnahmslos zurückzuschicken.