Die britische Regierung will gegen Steueroasen in ihrem Hoheitsgebiet vorgehen; zumindest gegen ein paar und auch nicht zu hektisch. Die Jungferninseln und die Cayman- Inseln sollen transparenter werden, hat London jetzt verkündet. Da kann man mit Goethe nur sagen: “Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube”. Was ist mit den anderen Steueroasen? Die liegen, so wie z. B. die Kanalinseln, direkt vor der Haustür. Ach so, da kann man eigentlich nicht so recht was machen, die gehören gar nicht so richtig zu Großbritannien, sondern sind als Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt. Naja, wenn das so ist.
Die “City of London”, die großteils aus Banken besteht und der größte Finanzmarkt der Welt ist? Fehlanzeige; britische Gesetze greifen in der City nicht, es ist exterritoriales Gebiet mit eigener Verwaltung und kein britisches Gericht kann dort was durchsetzen. Die City ist eine eigenständige Rechtseinheit; ein Zwergstaat eigentlich.
Zu den britischen Steueroasen wäre auch Gibraltar zu zählen. Dieses Überseegebiet, man könnte auch sagen Kolonie, bringt immerhin ein Viertel seines BIP mit seinem Offshore- Finanzwesen. Dieser Finanzplatz steht aber momentan auch nicht auf der Liste der britischen Regierung. Es wird sich also nicht viel ändern bei den britischen Steueroasen

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