Der Nahe Osten hat einen neuen, zusätzlichen Kriegsschauplatz: Jemen. Es gibt ja schon jahrelang, man möchte fast sagen jahrzehntelang, Krieg in Afghanistan, Pakistan, Irak, Syrien, Libanon und weitert südlich in somalia und eben Jemen. Fast alle waren durch nichts gerechtfertigte Angriffskriege, fast alle wurden von der westlichen Wertegemeinschaft begonnen. Ein Schelm, wer dabei an Öl, „Entsorgung“ veralteter Waffen und an Tests neuer Waffen denkt. Diese Region muss dafür besonders geeignet sein, wenn man z. B. an die zahllosen Drohnenattacken denkt, denen hauptsächlich Zivilisten statt der gesuchten Terrorfürsten zum Opfer fallen.

Der Jemen war ja in letzter Zeit wegen der sogenannten „Houti- Rebellen“ im Fokus der Berichterstattung. Diese wollten ihren korrupten, diktatorischen und zu westfreundlichen Präsidenten weghaben. Jenen Präsidenten, der bei der Wahl der einzige Kandidat war! Um eine nicht pro- westlich gesinnte Regierung im Jemen zu verhindern, wurde der „Hilferuf“ des geflüchteten Präsidenten erhört und die Bombardierung des Jemen gestartet. Die Bomber gegen die Houthis kkommen von den Saudis, von Kuwait, Katar, den Vereinigten Emiraten und Bahrain, unterstützt und koordiniert von den USA im Hintergrund. Es dürfte aber auch um israelische Interessen gehen, denn deren Kampfflugzeuge beteiligten sich ebenfalls an den Bombenangriffen. Es ist etwas Neues, dass Israelis und Araber gemeinsam in die Schlacht ziehen. Es ist auch ein Religionskrieg. Die sogenannten „Houthi- Rebellen“ sind Schiiten und werden angeblich vom schiitischen Iran unterstützt, die arabische Gegenseite besteht aus den von den Saudis dominierten Sunniten. Die Saudis wollen wollen keinen schiitischen Nachbarn, der noch dazu vom Erzfeind Iran unterstützt wird und die USA wollen in der Region keinen hörigen Vasallen verlieren. Also strategischer Krieg mit religiösem Hintergrund.

Diesmal wird auch nur vom Kampf gegen den Terror gesprochen; von Souveränität und Menschenrechten und Demokratie spricht diesmal eigentlich niemand. An der Seite der Saudis wäre das auch ein Hohn.