In der Justizanstalt Josefstadt in Wien werden jetzt Video- Dolmetscher eingesetzt, da von den 1200 Häftlingen etwa 900 Ausländer sind und von denen wiederum die meisten nicht deutsch können. In den Justizanstalten Österreichs, im Volksmund auch „Häfn“ genannt, herrscht fast überall das gleiche Bild: Überfüllt, großteils Ausländer, großteils mangelnde Deutschkenntnisse. Dabei ist unsere Justiz meiner Meinung nach sehr bemüht, die Gefängnisse von Ausländern zu entlasten. Unverhältnismäßig oft gibt es für die verschiedensten Delikte nur Anzeige auf freiem Fuß. Viele Straftäter nutzen diese Chance und tauchen unter. Bis zum nächsten Mal. Dann werden sehr oft unter Kopfschütteln der Verhandlungszuseher auffällig milde Urteile ausgesprochen. Da wird wohl intensiv auf Tradition, Sitten, Gebräuche und Kultur unserer „Kulturbereicherer“ eingegangen. Wir sind ja tolerant, wir passen uns an. Oder aber es haben die Richter ein wenig Angst, wie so manche „Kiebitze“ meinen. Die Staranwälte, die so manche unschuldsvermutete Straftäter aufbieten, tragen natürlich auch zu den milden Urteilen bei. Da stellt sich aber auch die Frage, wer die Rechtsanwälte bezahlt bzw. mit welchem Geld die bezahlt werden.

Man hat allgemein den Eindruck, dass die österreichischen Gefängnisse unter den Insassen einen sehr guten Ruf geniessen und von ganzen Bevölkerungsgruppen, speziell im Winter, gerne aufgesucht werden. Es dürfte sich, im Vergleich mit ausländischen Einrichtungen dieser Art, bei uns fast um Luxusresorts handeln mit Beinahe- Haubenküche, Kuschelzimmern, Fitnessräumen usw. und Internet, Drogen, Handys etc. soll angeblich auch relativ problemlos zu besorgen sein.

Vorschlag an das Justizministerium: In Zeiten wie diesen ist in der Wirtschaft „Outsourcing“ angesagt. Wie wäre es damit auch im Häftlingswesen? Zu den ortsüblichen Kosten die Häftlinge in ihren Heimatländern die Haft absitzen zu lassen käme uns billiger, würde die Haftanstalten entlasten und hätte sicher auch einen erzieherischen Wert. Ohne österreichisches „Häfn“ wäre das Einsitzen nämlich nicht einmal der halbe Spaß und so mancher „Wanderarbeiter“ würde auf eine Rückkehr nach Österreich verzichten; mit dem Schreckgespenst des heimatlichen Gefängnisses im Hinterkopf.

Werbeanzeigen