Nach langwierigen und schwierigen Verhandlungen haben sich im schweizerischen Lausanne die Vertreter des Iran, der fünf UN- Vetomächte und Deutschlands, unter dem Kommando der USA, doch noch auf eine Grundsatzvereinbarung bei den Atomverhandlungen einigen können. Alle sind froh über die Einigung, nur Israel ist entsetzt. Israel will sich militärische Mittel vorbehalten, genau so wie diplomatische und geheimdienstliche, also Sabotage, um eine atomare Bewaffnung des Iran zu verhindern. Dabei ist Israel selbst eine, allerdings inoffizielle, Atommacht.
Wäre die Sache nicht so ernst und stünde nicht im schlimmsten Fall der 3. Weltkrieg als drohender Schatten hinter dem Verhandlungstisch, müsste man lauthals lachen. Seit fast 40 Jahren dröhnen die Warnungen der Amis und speziell der Israelis um die Welt, dass der Iran in 2 bis 3 Jahren die Atombombe hat. Diese Warnungen waren auch jetzt während der Verhandlungen zu hören, obwohl ein Ex- CIA- Chef und ein Ex- US- Verteidigungsminister schon vor längerer Zeit bei Interviews sagten, dass der Iran an keiner Atombombe arbeite. Was ist also wahr? Wahr ist, dass in den letzten Jahren iranische Atomphysiker ermordet wurden, dass ein extrem gefährliches Computervirus in iranische Atomanlagen eingeschleust wurde und dass vor langer Zeit iranische Atomanlagen von Israel in einer Kommandoaktion bombardiert wurden. Ob ein Streben Irans nach der Atombombe wahr ist, wird vom Westen behauptet und vom Iran bestritten. Wie geht es jetzt weiter? Man kann nur hoffen, dass niemand verrückt spielt.