Der Krieg im Jemen geht weiter, die sunnitischen Saudis und ihre Verbündeten bombardieren die Huthi- Stellungen. Sie werden dabei von den USA unterstützt, die mit Tankflugzeugen die Bomber in der Luft auftanken und Waffen liefern, wie in zahlreichen Artikeln zu lesen ist. Der schiitische Iran wiederum schickt Kriegsschiffe vor die jemenitische Küste, angeblich zum Schutz vor Piraten; wahrscheinlich unterstützen sie aber die Huthi- Milizen.

US- Außenminister Kerry hat jetzt den Iran gewarnt, sich im Jemen- Konflikt einzumischen. Einmischen dürfen sich also nur die USA. Die verfolgen eigene Interessen im Jemen und diesen Interessen stünde ein Sieg der Huthi- Milizen im Weg. Die USA wollen, dass der geflüchtete Präsident Hadi wieder eingesetzt wird, denn der hat ihnen ja zugesagt, dass sie auf der strategisch äußerst günstig gelegenen Insel Sokotra einen Militärstützpunkt errichten können. Von dort kann der komplette Schiffsverkehr im Golf von Aden und vom Suez- Kanal kontrolliert werden. Ein sehr wertvoller Stützpunkt also, auf den die USA nicht verzichten werden.

Es ist also nicht nur ein Machtkampf im Jemen oder ein Religionskrieg zwischen Sunniten und Schiiten und es geht auch nicht nur um den Einfluß des Iran oder der Saudis in der Region.