Ein Musiker, Hubert von Goisern nennt er sich, ist auf Promotion- Tour. Ein neues Album und ein Film wollen ja bekannt gemacht werden.

Vorab gesagt: Ich habe einige Alben von ihm gekauft, weil sie mir gefallen haben. Andere wieder habe ich im Laden angespielt und schnell wieder zurück ins Regal gelegt; wirklich nicht meines.

Bei der ORF- Sendung „Kulturmontag“ wurde zwanglos geplaudert, auch über den sogenannten „Arabischen Frühling“ und dessen Versagen. Der Goiserer sagte dazu, es hätten sich über den „Arabischen Frühling“ nicht alle gefreut. Stimmt, hätte er aber nicht so mehr als übervorsichtig beantworten müssen. Es gibt Leute, die sagen ganz einfach, dass beispielweise das „Experiment Ägypten“ rückgängig gemacht und hunderte Todesurteile ausgesprochen wurden, weil das Wahlergebnis und somit der Volkswille bei Politik und Militär in Ägypten, aber auch im Ausland, nicht annähernd den Vorstellungen der Initiatoren des Frühlings entsprach.

Bei „Willkommen Österreich“ war der Goiserer wesentlich gesprächiger. Da kam, sicherlich ganz zufällig, das Gespräch auch auf Gabalier und er erzählte da ganz locker, dass er den Alpenrocker noch nie leiden konnte. Er vergaß auch nicht auf die „Rülpser der letzten Zeit“ hinzuweisen, die seine Abneigung gegen Gabalier rechtfertigen. Mit den „Rülpsern“ waren wohl die „Manderl und Weiberl“, die alte Bundeshymne usw. gemeint. Solche Sager anzuprangern und aufzublasen ist sicher politisch korrekt; mehr aber ganz sicher nicht und auf keinen Fall zeigt sich hier Toleranz gegen eine andere Meinung. Mir ist aber ein Gabalier, der ehrlich seine Meinung sagt, auf politische Korrektheit pfeift und wegen seiner Sager einen „Shitstorm“ in den Medien riskiert, wesentlich lieber als ein politisch korrekter Goiserer.