Zur Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer hört man von allen Seiten: “Es ist eine Schande”. Im Fernsehen gibt es dazu Diskussionssendungen, bei denen selbstverständlich auch Vorschläge zur Verhinderung solcher Katastrophen gemacht werden. Brauchbare Vorschläge sind dabei, wie Auffanglager in Nordafrika oder auch in Nachbarländern Syriens zu bauen und zu betreiben. Es fehlt aber auch nicht an schwachsinnigen Vorschlägen, wie eine Luftbrücke von Libyen nach Europa einzurichten und alle Flüchtlinge und Ausreisewilligen nach Europa zu bringen. Diese und ähnliche Ideen würden wie ein Magnet wirken und alle Leute anziehen, die mit ihrem Los in ihrer Heimat nicht zufrieden sind. Aus Europa würde dann Eurika (Europa und Afrika) werden; Europa würde binnen weniger Jahre dann zu dem verkommen, was jetzt der Grund für die Ausreise der Leute ist und in Afrika würden ganze Länder entvölkert. Je mehr junge und angeblich gebildete Leute diesen Ländern den Rücken kehren, um so schwieriger wird es und um so länger wird es dauern, diese Länder aufzubauen und wirtschaftlich auf solide Beine zu stellen. Also gilt es, den Leuten in ihrer Heimat zu helfen und sie davon zu überzeugen, dass ihre Zukunftschancen in ihrer Heimat sind und nicht in Europa. Wer allerdings die Meinung vertritt, dass eine unbeschränkte Hereinholung von Flüchtlingen unsere Pflicht ist, der soll doch mit gutem Beispiel vorangehen, sein Haus oder seine Wohnung mit Flüchtlingen teilen und fürsorglich für sie sorgen.
An der ganzen Misere ist, das muss man auch sagen, der Westen nicht ganz unschuldig. Der Westen führt und unterstützt Kriege, welche Flüchtlingsströme auslösen. Für die eigene Rohstoffsicherung werden Herrscher und Regierungen “gekauft” und es wird darüber hinweggesehen, dass deren Völker immer mehr verarmen. Für die eigene Absatzsicherung schickt die EU beispielweise subventionierte Lebensmittel, wie Milchpulver oder Tomaten, in afrikanische Länder und ruiniert dadurch deren Landwirtschaft. Die EU kauft auch Fischereirechte, kreuzt mit Fangschiffen vor den Küsten und die einheimischen Fischer können mangels anderer Beschäftigung im leergefischten Meer baden gehen. Die nicht mehr benötigten Boote verkaufen sie an Schlepper.
Es ist auch eine Schande, wie Massenauswanderung “gemacht” wird.