Kaum ist der weltweite Aktionstag gegen TTIP vorbei, bringt eine deutsche Zeitung ein Interview mit dem USA- Generalkonsul in Deutschland, William E. Moeller unter dem Titel: “Generalkonsul: TTIP ist die Idee der Kanzlerin”. Der erste Satz des Artikels kommt auch gleich zur Sache. Der Generalkonsul sagt nämlich: “Die Idee zur Schaffung eines transatlantischen Freihandelsabkommens, kurz TTIP genannt, stammt nicht aus Amerika, sondern diese Idee stammt von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel”. Er wollte damit Befürchtungen entkräften, dass sich die USA mit dem Freihandelsabkommen TTIP in Deutschland und in der EU Absatzmärkte erschließen wollen.
Was jetzt? Was soll man glauben? Sind die USA die Bösen oder die deutsche Kanzlerin oder sagt der Generalkonsul nicht die Wahrheit? Das Wissen, wer TTIP “erfunden” hat, ändert nichts an der Tatsache, dass es ein mehr als fragwürdiges Abkommen ist, dass die Amerikaner den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen wollen und dass wir es nicht brauchen und nicht wollen. Den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen wäre irgendwie auch verständlich, wenn man ihnen das Abkommen tatsächlich aufgedrängt hätte.