Es ist schon eine Weile her, dass die Betrügereien bei Libor- und Euribor- Zinsen bekannt wurden. Eine der beteiligten Großbanken war die Deutsche Bank. Sie wurde dafür schon Ende 2013 von der EU- Kommission zu einer Strafe von 725 Millionen Euro verurteilt. Jetzt hat sie nach einer Einigung mit sogenannten Regulierern aus den USA und Großbritannien dafür sogar 2,5 Milliarden Dollar zu bezahlen.
In diese Zinsmanipulationen sind viele Banken weltweit verstrickt und sie liefen über Jahre und es ging da um Währungsgeschäfte von Hunderten Billionen (nicht in der amerikanischen Ausdrucksweise für unsere Milliarden, sondern tatsächlich Billionen). So gesehen könnte der Gewinn aus diesen illegalen Geschäften wesentlich grösser sein als die auf den ersten Blick extrem hohe Strafzahlung. Es wäre somit keine Strafe, sondern nur eine Reduzierung der illegal gemachten Gewinne. Da ja nach und nach alle beteiligten Banken zur Kassa gebeten werden, kommen in Summe auch extrem hohe Strafzahlungen zusammen. Wer kassiert eigentlich diese Summen? Ich wage zu bezweifeln, dass die Geschädigten damit bedacht werden. Diese Strafe, wenn man sie so nennen will, bezahlen letzten Endes sowieso wieder die Bankkunden, wer auch sonst. Ohne Haft kommen die wahren Täter somit ungeschoren davon.