Ab 2018 muss bei allen Neuwägen in der EU ein automatisches Notrufsystem eingebaut sein. Bei einem Unfall setzt das System einen Notruf an die nächstgelegene Notrufzentrale ab. Es soll der genaue Standort, die Anzahl der Insassen, der Unfallzeitpunkt und sogar die Art des Treibstoffes gemeldet werden. Dieses System soll dazu beitragen, die Zahl der Verkehrstoten in der EU zu senken. So argumentiert zumindest die EU und wer traut sich dann noch “nein” zu sagen? Das haben sich unsere EU- Parlamentarier wohl auch gedacht. Man hat aber mit dieser Funk- und GPS- Einheit einen potentiellen Spion im Kofferraum sitzen. Wenn diese Technik nämlich bei einem Unfall alle Daten versenden kann, dann lassen sich, zumindest theoretisch, auch alle Daten abfragen, d. h. Fahrstrecke, Uhrzeit, Geschwindigkeit etc. ist dann alles offengelegt. Vielleicht greifen, neben anderen, auch die Versicherer dann auf diese Daten zu, um nach Möglichkeiten zu suchen, sich vor Zahlungen drücken zu können. Und: “Für den Verbraucher wird dieser Service kostenfrei sein”. Sagt die EU jetzt. Aber sicher nicht lange, wie man die EU kennt. Die Technik selbst ist natürlich nicht kostenfrei. Die wird sich mit etwa 1000 Euro pro PKW zu Buche schlagen. Mein “Dank” an die Autolobby in der EU!
Dieses Rettungssystem wird aber auch Arbeitsplätze schaffen, und zwar bei den Rettungsdiensten. Heute wird bei einem Unfall Notarzt oder Rettung gerufen, wenn es nötig ist. In Hinkunft erfolgt die Mobilisierung der Rettungsdienste automatisch bei jedem Unfall, sobald ein Sensor Alarm schlägt. Da wird es dann auf den Straßen nur so wimmeln vor lauter Rettungs- und womöglich auch Feuerwehrfahrzeugen. Allerdings gibt es in Österreich nach wie vor Bereiche, auch in Ortschaften, in denen kein Mobiltelefon und kein Internet funktioniert. Was ist dort mit dem Notrufsystem?
Übrigens; sollte nicht auch überlegt werden, einen Aufkleber auf Autos zu platzieren mit dem Text: “Achtung! Autofahren kann tödlich sein oder die Gesundheit schädigen”.