Man hat, wahrscheinlich um von anderen Problemen abzulenken, wieder einmal die Bundesheer- Diskussion aufgewärmt. Diesmal geht es im Detail um die Kampfpanzer bzw. deren Munition. Wir haben immerhin noch 40 Stück dieser stählernen Ungetüme, die aber mit der sog. Pfeilmunition mit Wolframkern angeblich gegen moderne Panzer nicht viel erreichen können. Bei dem Vergleich müssen wieder einmal russische Panzer herhalten; man baut eben schon wieder Feindbilder auf.
Wenn die Wolframkern- Munition im Grunde nichts taugt, dann ist die einzige Alternative aus Sicht der Militärs die Munition mit abgereichertem Uran, DU- Munition genannt (von depleted uranium), angeblich nur wegen der wesentlich besseren Durchschlagskraft. Mit diesen radioaktiven Geschossen wurden schon im Golfkrieg 1991, später in den 90er Jahren bei den sogenannten Jugoslawien- Kriegen und dann wieder im Irak und Umgebung die Kampfgebiete verstrahlt. Man kann das auch als eine Art der Endlagerung betrachten, denn es wurden ja insgesamt bisher tausende Tonnen dieser radioaktiven Munition verschossen. Die Folgen werden noch lange spürbar sein.
Dieses Zeug sollen also auch wir uns besorgen; für den Fall der Fälle. Wie wäre es, die Panzer zu verschrotten, das Heer umzubauen auf gut ausgerüstete Pioniereinheiten und kleine aber schlagkräftige Truppenteile als Widerstands- und Untergrundbewegung für die sogenannte asymmetrische Konfliktbekämpfung? Damit wäre doch der Pflicht zur Selbstverteidigung Genüge getan und es wäre auf jeden Fall vernünftiger und kostengünstiger als ein NATO- Beitritt und/oder Mitglied einer kommenden EU- Armee zu werden.

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