Es wird zwar beschwichtigt oder nicht angesprochen, aber einige Sachen hängen der deutschen Kanzlerin wie ein Klotz am Bein. Da ist einmal die Sache mit der jetzt wieder aktuellen Spionagegeschichte mit den amerikanischen Freunden und ihrem damaligen Sager: “Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht”. Zu dem kam die missglückte Wortmeldung über das “No- Spy- Abkommen”, welches angeblich die USA den Deutschen angeboten hatten. Genau das Gegenteil war der Fall, wie sich herausstellte. Die Amerikaner dachten nicht einmal im Traum daran, ihre Spionageaktivitäten einzuschränken. Dann kam in der BRD die Diskussion mit der umstrittenen Maut. Merkel sagte dazu einmal, mit ihr werde es diese Maut nicht geben. Jetzt ist die Maut beschlossene Sache. Mit ihr.
Zur Zeit kommt es aber immer dicker. Zur Spionageaffäre wurden jetzt von deutschen Medien E- Mails veröffentlicht, durch die die Kanzlerin ins Schwitzen kommt. Damit wird bewiesen, dass die amerikanischen Freunde Merkel weder ernst nehmen noch in Schutz nehmen wollen. Sie lassen sie ganz einfach auflaufen; man möchte fast sagen, sie wird demontiert und die deutschen Medien halten sich nicht besonders zurück.
Es ist ja eigentlich eine allgemein bekannte Tatsache, dass Merkel an der langen Leine der Amerikaner läuft und zum Schaden Europas deren Interessen vertritt. Den Nachweis erbrachte sie jetzt, als sie in Moskau, neben Putin stehend, in ihrer Rede die Wiedervereinigung der Krim mit Russland eine “verbrecherische Verletzung der Nachkriegsordnung” nannte. Sie sprach nicht von einer Verletzung des Völkerrechts. Putin verwies im Gegenzug auf den illegalen, vom Westen inszenierten Putsch in der Ukraine.
Es wird ihr aber nicht gedankt, sondern es wird ihr nachhängen.