Die Ukraine ist immer wieder für Überraschungen gut, auch wenn diese im negativen Bereich angesiedelt sind. Letzter Coup ist jetzt, dass Österreich von der Ukraine auf eine “Schwarze Liste” gesetzt wurde. Die Länder auf dieser Liste werden als Steueroasen betrachtet und auch als solche behandelt. Für österreichische Firmen könnte das zu einem großen Nachteil werden.
Wie die “Presse” schreibt, ist diese “Schwarze Liste”mit 76 Ländern bzw. Inseln und Inselgruppen seit 18. Mai in Kraft und beinhaltet tatsächlich fast nur Steuerparadiese. Dass Österreich auf dieser Liste steht, dürfte ein Racheakt sein, weil sich viele reiche Ukrainer in Österreich sehr wohl fühlen. Tatsache ist, dass die Ukraine viel eher ein Steuerparadies ist als Österreich und obendrein in der internationalen Korruptionsskala ganz weit oben angesiedelt, also sehr korrupt ist. Diese Ukraine, von Oligarchen ausgeplündert, von Oligarchen dominiert, von einem Oligarchen regiert, hat wenig bis nichts vorzuweisen, was einen demokratischen Staat ausmacht; im Gegenteil. An den Schalthebeln der Macht und auch beim Militär sitzen Neonazis, Rechtsextreme und zweifelhafte Oligarchen in inniger Verbundenheit mit korrekten Vertretern des Staates. Dieser Staat lebt nur mehr von fremdem Geld, sitzt im Glashaus und wirft mit Steinen!
Die Ukraine hat jetzt wieder von der EU eine Zusage von 1,8 Milliarden erhalten; die erste Tranche von 600 Millionen wird gleich einmal für Waffen und Grenzbefestigungen ausgegeben. Es ist also nicht immer so, dass von der EU nur leere Versprechungen zu haben sind. Fast parallel zu dieser Zusage hat der ukrainische Premier Jazenjuk im Zuge des groß angelegten Privatisierungsprozesses, man könnte auch von “Ausverkauf” sprechen, den USA angeboten, aktiv zu werden und die besten ukrainischen Firmen, sozusagen die Filetstücke, zu Schnäppchenpreisen zu kaufen. Premier Jazenjuk (manche nennen ihn auch “Jaz der Ratz”) ist sich also nicht zu schade, alles zu verscherbeln, was nicht schon in Oligarchenhand ist. Verkehrte Welt mit verkehrten Werten. Dazu gehört auch das Bestreben gewisser Kreise, dem ukrainischen Präsidenten und Kriegsfürsten Poroschenko den Friedensnobelpreis umzuhängen. Der Druck auf das Nobelpreiskomitee steigt schon.