In Syrien haben Regierungstruppen angeblich wieder Fassbomben eingesetzt und dabei, wiederum angeblich, mehr als 70 Zivilisten getötet. Das behauptet zumindest die “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte” (Syrian Observatory for Human Rights – SOHR). In Syrien kämpfen ja die Regierungstruppen bekanntlich seit ein paar Jahren gegen eine bewaffnete Opposition, gegen verschiedene Islamistenmilizen, gegen Al- Kaida, gegen den IS. Beim IS sind ja Tausende Freiwillige aus aller Welt, auch aus Österreich, dabei, bei den anderen vom Westen unterstützten Milizen handelt es sich teils um ausländische Milizen, teils um westliche Söldner und “Berater”. Die einzige Unterstützung der syrischen Streitkräfte sind Hisbollah- Einheiten.
Die ganze Gegnerschaft von Assads Truppen besteht, da es sich ja um keine regulären Truppen handelt, aus Zivilisten. Sollten also tatsächlich Fassbomben eingesetzt worden sein und wären dabei Rebellen oder Terroristen getötet worden, wären es genau genommen Zivilisten gewesen.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, SOHR, ist eine sehr umstrittene Einrichtung, die schon mehrmals durch nachgewiesene Lügen in Verruf geraten ist. SOHR ist übrigens laut “Standard” “keine NGO oder Oppositionsgruppe mit zahlreichen Mitarbeitern, sondern ein Ein- Mann- Betrieb in London mit einem Telefon- und Internetanschluss”. Außerdem gibt es eine zweite Stelle, die behauptet SOHR zu sein. Unter vertrauenswürdig ist was anderes zu verstehen. Da, egal von welcher SOHR- Adresse, die syrische Regierung nicht gut wegkommt, werden die Artikel im Westen gerne übernommen. Der Wahrheitsgehalt kann fast nie überprüft werden, aber Assad ist meist der Böse. Das reicht.