Der britische Premier Cameron hat nach seiner Wiederwahl seine Zusage bekräftigt, bis spätestens 2017 in Großbritannien eine Abstimmung über einen EU- Austritt oder Verbleib durchzuführen. Außerdem will er Verträge mit der EU neu verhandeln. Das wird naturgemäß in Brüssel nicht gern gehört. Dann legte Cameron konkrete Forderungen auf den Tisch und die wurden vorab schon akzeptiert. Cameron forderte fürs Erste, sein Land von der Verpflichtung auf eine “immer engere Union der Völker Europas” aus dem EU- Vertrag zu befreien. Kein Geringerer als der EU- Parlamentspräsident Schulz meinte dazu, er habe damit kein Problem.
Man könnte es auch anders formulieren: Der britische Löwe brüllt und Schulz liegt auf dem Bauch. Naja, die Angst vor einem Austritt der Briten und somit dem Beginn des Zerfalls der EU macht den Verein erpressbar. Wenn Cameron sieht, wie einfach das geht, wird noch mehr gefordert werden. Allerdings ist es eine Frage der Zeit,bis andere Länder durch das britische Vorbild ebenfalls auf den Geschmack kommen und Forderungen stellen. Das wird für Brüssel ein Spagat, der auf Dauer “nicht zu packen” ist.