Durch die medienbeherrschenden Meldungen zu Griechenland wird ein anderes wichtiges Thema fast in den Hintergrund gedrängt. Es geht da um die TTIP- Verhandlungen. Hieß es vor Kurzem noch, dass der US- Kongress dem Präsidenten ein Verhandlungsmandat verweigert hat, wird jetzt vom Gegenteil berichtet. Obama bekam jetzt die Genehmigung zum Aushandeln jenes ruinösen Vertragswerkes TTIP, welches auch EU- Führung und viele nationale Politiker gegen den wachsenden Widerstand der Bevölkerung unbedingt durchsetzen wollen.
Die USA verhandeln ja auch mit dem Pazifik- Raum über ein Handelsabkommen, TPP (Trans Pacific Partnership) genannt. Die USA wollen beide Abkommen, um ihren schwindenden Einfluss in der Welt wieder zu stärken, und sie gehen davon aus, dass die Europäer aus Konkurrenzgründen auch ungünstigen Vertragspunkten bei TTIP zustimmen. TPP ist bei den Verhandlungen nämlich schon weiter fortgeschritten.
Es ist nun zu hoffen, dass EU- weit der Widerstand gegen das Vertragswerk zunimmt, dass auch das EU- Parlament letztendlich nicht widerstandslos ja und amen dazu sagt und dass es auch von den nationalen Parlamenten abgesegnet werden muss.Dann besteht die Chance, dass es gekippt wird. Bedenklich ist allerdings, dass man schon längere Zeit nichts von CETA hört, jenem Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU. Dieses Abkommen gilt ja als Blaupause für TTIP bzw. kann TTIP mit CETA umgangen werden. Da hält sich die Regierung bedeckt und das ist gefährlich.