Die USA und auf deren Druck auch die EU haben wegen der Ukraine bzw. der Krim gegen Russland Wirtschaftssanktionen verhängt in der Hoffnung, dass Russlands Wirtschaft zusammenbricht und dadurch eine “Farbrevolution” oder ein “russischer Maidan” entsteht. Russland wurde sicher schwer getroffen. Putin verhängte aber Gegensanktionen für die EU, die Länder wie Österreich schwer getroffen haben. Umsätze sind ein- und Kunden weggebrochen. In der EU. Die USA haben den Handel mit Russland aber um fast 6 Prozent ausgebaut.
Die EU hat die Sanktionen jetzt verlängert, genau so wie ein paar Tage später auch Russland. Anscheinend war in der EU der selbst angerichtete Schaden noch nicht groß genug. Das WIFO hat jetzt eine Studie über die Auswirkungen der EU- Sanktionen gegen Russland veröffentlicht. Demnach sind in Europa mehr als 2 Millionen Arbeitsplätze gefährdet und es könnte eine Wertschöpfung von insgesamt fast 100 Milliarden verloren gehen. Am stärksten betroffen ist der “Exportweltmeister” Deutschland. Dort alleine wackeln 500.000 Arbeitsplätze. Mit zunehmender Dauer der Sanktionen kann die Schadensbilanz für Europa aber noch schlimmer ausfallen.
Die Geschäfte mit Russland dürften aber nicht auf Dauer der Sanktionen weg sein, sondern für immer. Russland hat sich neue Lieferanten gesucht und wird bei denen bleiben. Europa hat sich also nachhaltig geschädigt. Diese Vorgangsweise der EU ist nicht mehr mit dem sprichwörtlichen Schuss in das eigene Knie zu vergleichen. Das ist schon mehr ein Kopfschuss.