Was die Griechen bei der angekündigten Volksabstimmung sagen werden, weiß man noch nicht. Man weiß jedoch, dass eine Staatspleite Griechenlands, ein Konkurs oder eine Insolvenz also, dem leidgeprüften österreichischen Steuerzahler so um die 8 Milliarden kosten würde, dem deutschen Steuerzahler sogar 80 Milliarden. Irgendwo müssen ja die nicht einbringbaren Kredite von weit über 300 Milliarden abgeschrieben werden. Aber ziemlich sicher ist eine Staatspleite jetzt sogar “kostengünstiger” als sinnlose weitere Spar- und Rettungspakete. Das wären weitere Milliarden in ein Fass ohne Boden und die daran gebundenen Auflagen würden die griechische Bevölkerung noch mehr verarmen lassen.
Der Chef des ifo- Institutes, H.- W. Sinn, rät den Griechen sogar zu einem Zahlungsstopp an die öffentlichen Gläubiger. Er empfiehlt, weder dem IWF noch der EZB die heuer fälligen Milliarden zu zahlen. Er rät zum Konkurs und zu einem Neuanfang. Mit der Drachme oder einer anderen eigenen Währung hätten die Griechen auch wieder die Möglichkeit zur Abwertung und sie könnten sich wirtschaftlich wieder erholen.
Auch ein Truth Commitee on Publc Debt” kommt in einer Untersuchung zu dem Schluss, dass die Griechen ihre Schulden nicht bezahlen sollen, da diese “illegal, illegitim und Verabscheuungswürdig” seien. Das Kommitee meint, dass die europäischen und internationalen Institute gar nicht berechtigt waren, die griechischen Rettungsprogramme umzusetzen. Sie hätten damit gegen eigene Regeln verstoßen,
Verträge nicht eingehalten und Gesetze gebrochen.
Eine griechische Staatspleite kann aber Kreditausfallversicherungen schlagend machen. Genau dadurch kann aber im schlimmsten Fall eine weltweite Finanzkrise ausgelöst werden.