Es wird immer turbulenter. Die Griechen wollen einen schuldenschnitt. Deutschland = Merkel ist dagegen; Frankreich will zumindest darüber diskutieren. Die EU spricht von offenen Türen und Verhandlungsbereitschaft und fordert Vorschläge und Angebote. Das heißt auf gut deutsch, die EU ist beleidigt und will die Griechen im eigenen Saft schmoren lassen, bis sie bettelnd gekrochen kommen. Die Vereinigten Staaten mischen sich auch ein; Obama besteht auf ein Verbleiben im Euro und Schuldenschnitt oder was immer, aber auf keinen Fall eine Staatspleite. Das wird irgendwie mit der weiteren NATO- Mitgliedschaft begründet. Was natürlich Blödsinn ist. Eine NATO- Mitgliedschaft erfordert keine Mitgliedschaft in der Eurozone, siehe GB. Sie erfordert auch keine EU- Mitgliedschaft; siehe Türkei. Die Amerikaner wollen nur um jeden Preis (für Europa) verhindern, dass bei einer Pleite die Kreditausfallversicherungen (CDS- Credit Default Swap) zum Tragen kommen. Dafür haften nämlich großteils amerikanische Unternehmen und da geht es im schlimmsten Fall um mehrere hundert Milliarden. Diese Unternehmen könnten da ganz kräftig ins Straucheln kommen.
Wie wäre es, den Griechen jetzt noch einmal finanziell auf die Beine zu helfen und sie dann aus dem Euro zu entlassen? Das käme billiger, als endlos weiterzahlen und das Geld der Hilfspakete ist sowieso schon weg. (Wer hat es jetzt eigentlich?) Damit müssen sich auch Realitätsverweigerer abfinden. Die Griechen aus Rache oder beleidigtem Stolz weiter zu erniedrigen und noch mehr in die Armut zu treiben, bringt nichts; höchstens eine weitere Finanzkrise. Die braucht aber niemand.

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