Man hört in letzter Zeit viel von “Grexit” bzw. nicht möglichem “Grexit”. Gemeint ist hauptsächlich ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, vereinzelt auch aus der EU. Zu dem Thema gingen auch die Meinungen der Fachleute auseinander. Interessant ist jedenfalls, was ein gewisser Jacques Attali schon vor längerer Zeit gesagt hat: “Zur 1. Version des Maastricht- Vertrages:……Wir haben einen Artikel, der (einem Mitgliedsland) den Austritt erlaubt, absichtlich “vergessen”. Das war nicht sehr demokratisch. Doch es war eine große Garantie dafür, die Dinge schwieriger zu machen,….”.
Ein durch und durch demokratischer Verein, diese EU. Vorbild war wohl der Ostblock.
Jacques Attali war langjähriger Berater des französischen Präsidenten Mitterrand, Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und in verschiedenen anderen politischen und wirtschaftlichen Positionen tätig. Er machte sich nicht nur Freunde, als er sagte: “Ich sage Ihnen, Deutschland ist in 20 Jahren “der kranke Mann in Europa……Wenn sich die Krise ausweitet, wenn Griechenland den Euro verlässt, wenn Spanien und Italien gleiches tun…..und Deutschland geriete in eine tragische Situation”. 2013 legte er eins drauf und sagte, die deutsche Arbeitslosigkeit sei “ein Witz, wenn Leute für 5 Euro die Stunde arbeiten”.
Nochmals zum Austritt, egal ob aus Euro oder EU: Ein Vertrag ohne Rücktrittsrecht bzw. Austrittsmöglichkeit ist anfechtbar, nicht gültig oder sittenwidrig.

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