In einem Linzer Gefängnis wird ein Fest zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan veranstaltet. Da das Fest aus Platzgründen in der Anstaltskirche stattfindet, müssen alle Kreuze abgenommen werden; es ist ja ein islamisches Fest und so weit geht die Toleranz der Veranstalter doch nicht, dass sie christliche Symbole akzeptieren. Das ist die eine Sache. Eine andere Sache ist, dass an der Feier nur Männer teilnehmen dürfen. Muslimische Frauen, aber auch nichtmuslimische Justizbeamtinnen dürfen nicht dabei sein, deswegen wurden auch nur männliche Wärter eingeteilt. Von der Anstaltsleitung heißt es dazu: “….und auf Wunsch des Imams sind Frauen beim Fest nicht vorgesehen”.
Wo bleibt der Aufschrei der empörten Feministinnen und Frauenrechtlerinnen? Das ist doch geradezu ein Musterbeispiel an Unterdrückung der Frauen und an Diskriminierung. Ist die Frauenministerin auf Urlaub oder einfach abgetaucht, weil man von ihr nichts hört?
Es ist doch beschämend, wenn “auf Wunsch” des Imam Frauen ausgeschlossen werden, sogar Dienstpläne geändert werden müssen und das als ganz normal empfunden wird. Auf der anderen Seite wird eine Staatsaffäre draus gemacht, wenn jemand den klassischen Text unserer Hymne dem umgemodelten neuen Text vorzieht oder die Schreibweise mit sogenanntem “Binnen-I” nicht akzeptiert.
Die Frauenrechtlerinnen sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren.