In der Ukraine spitzt sich die Krise zu. Nicht die wirtschaftliche Krise; da wäre eine Zuspitzung der Staatsbankrott. Nein, die politische Krise spitzt sich zu. Der “Rechte Sektor”, eine ultranationalistische Miliz unter ihrem Chef Jarosch war eine der treibenden Kräfte beim Putsch im Februar 2014, bei dem der gewählte Präsident Janukowitsch gestürzt wurde. Und genau dieser Jarosch, der auch Parlamentsabgeordneter ist, schreibt jetzt auf FB: “Nieder mit der Macht der Verräter”. Und weiter: “Während wir unser Blut vergießen und unsere Heimat verteidigen, häufen sie Milliardenvermögen an und tun alles, damit der Krieg so lange wie möglich dauert”. Jarosch spielt da hauptsächlich auf den milliardenschweren Präsidenten Poroschenko an. Er hat auch die Polizei, das Militär und den Geheimdienst aufgefordert, die Anweisungen der Regierung nicht mehr zu befolgen und hat eine “gesamtukrainische” Kundgebung auf dem Maidan angekündigt. Gegen die Regierung, da Poroschenko wegen eines Zwischenfalles mit Toten die Entwaffnung des “Rechten Sektors” angeordnet hat. Der “Rechte Sektor” hat für den Fall eines neuen Putsches angekündigt, an Präsident Poroschenko und seinen Unterstützern die Todesstrafe zu vollstrecken.
Auf was hat sich die EU da eingelassen, mit wem hat sie sich da 2014 verbündet? Der Begriff “blinder Gehorsam” kommt wohl nicht von ungefähr. Als die EU in Form von Politikern und NGO`s im Hintergrund gehorsam den geplanten Putsch zu unterstützen begann, wollte sie nicht sehen, wen sie da unterstützte. Wollte nicht sehen, dass am Maidan ein Sammelsurium von Wirtschaftskriminellen, Nationalisten, Rechtsextremen und Gutgläubigen unterstützt wurde. Die EU ist somit mitschuldig an den Vorkommnissen in der Ukraine. Nicht nur an den vergangenen, sondern auch an den zukünftigen.