Beim vergangenen Treffen der EU- Innenminister in Brüssel ging es hauptsächlich um die geplante Aufteilung von 40.000 Asylanten aus Griechenland und Italien auf alle EU- Länder. Das hat aber nicht ganz funktioniert, es gab nämlich nur für 32.000 Zusagen. Das Versagen wird auch Österreich angelastet, da die Aufnahme weiterer Asylanten abgelehnt wird. Das gilt natürlich nicht für jene, die täglich zu Hunderten bei uns auftauchen oder aufgegriffen werden. Diese Weigerung, Flüchtlinge per Kontingent zu übernehmen, dürfte mit den Wahlen im Herbst zusammenhängen. Wenn das stimmt, wird also nach den Wahlen wieder Tür und Tor aufgerissen und alles willkommen geheißen, was davor steht. Ja, wenn die Wahlergebnisse nicht zum Aha- Erlebnis werden, wenn das dafür nötige Geld den Österreichern noch irgendwie aus der Tasche gezogen werden kann und wenn die Leute sich noch ruhig verhalten. Wir wollen ja auch hier der EU- Musterschüler sein. Die jetzige Lage muss aber schon bedenklich sein, wenn sich eine schwarze Innenministerin gegen die linke Flüchtlings- Heilslehre stemmt.
Es wird aber auch eine zukünftige Quotenregelung für Asylanten in der EU nicht funktionieren. Die osteuropäischen EU- Länder haben bis jetzt so gut wie keine Asylanten aufgenommen und sie sträuben sich dagegen, Moslems und/oder Dunkelhäutige aufzunehmen. Solche Leute seien “zu fremd” für ihre Gesellschaften, heißt es. Wenn überhaupt Flüchtlinge, dann Christen. Da herrscht Einigkeit vom Baltikum über Polen bis Tschechien und Slowakei. Die Ablehnung wird auch begründet mit der Angst vor Terroristen unter den Flüchtlingen. Diese Angst wird jetzt noch geschürt durch das bekannt gewordene IS- Ausbildungslager in Bosnien, also schon in Europa.
In den osteuropäischen Ländern wird auch auf die Tatsache hingewiesen, dass sie dem christlichen Kulturraum angehören und dort kein Platz für die islamische Kultur sei.
Der Traum von einer akzeptablen Quoten- Regelung ist ausgeträumt. Auf der Strecke bleiben weiterhin die Top- Zielländer, zu denen auch Österreich gehört.

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