Letztens war von einem indischen Asylwerber zu lesen, welcher sich über die Hitze bei uns beschwerte. Der erste flüchtige Gedanke war: Warum beschwert sich ein Mann, der aus einem bekanntermaßen heißen Land kommt, über die Hitze bei uns. Beim zweiten Gedanken überlegte ich, ob in letzter Zeit, Indien betreffend, etwas über Krieg, Unruhen, nationale Naturkatastrophen etc. zu hören war. War nicht. Also die finale Frage: Mit welcher Begründung kam dieser Mann nach Österreich und durch wie viele “sichere Drittländer” ist er gereist, falls er nicht in Schwechat aus dem Flieger stieg.
Europa dürfte sich in nächster Zeit aber vermehrt auf indische Asylanten einstellen. Wie der “Times of India” zu entnehmen ist, haben die Inder zu überlegen und zu rechnen begonnen. Sie sind drauf gekommen, dass ihr Bevölkerungsproblem nur durch Auswanderung, also auch um Asyl ansuchen, gelöst werden kann. Die Inder sind jetzt 1,27 Milliarden und Statistiken sehen sie bis 2060 bei 1,6 Milliarden. Geburtenregulierung kommt ja nicht in Frage. Ein simples Rechenbeispiel mit Bevölkerung und Staatsgebiet hat also ergeben, dass ein US- Amerikaner statistisch 16 mal so viel Platz zur Verfügung hat wie ein Inder. Da die USA aber im Regelfall bei der Aufnahme von Zuwanderern und Asylwerbern selektiver vorgehen als die Europäer, ist die Chance aufgenommen zu werden in Europa wesentlich grösser als in den USA und zusätzlich werden Asylwerber in Europa mehr und besser umsorgt. Zumindest in den bevorzugten Zielländern.
In Indien heißt es jetzt: “Wandert aus und schafft viele kleine Indien”. Die Vorhut ist schon da. Angedacht sind laut Zeitungsartikel aber nicht ein paar und auch nicht 30 Millionen, sondern 300 Millionen! Der Autor dieses Artikels denkt neben den USA auch an Russland und Japan, da diese Länder sinkende Bevölkerungszahlen zu verzeichnen haben. Das trifft zwar auf Europa auch zu, aber wir haben ja schon eine Völkerwanderung zu uns. Vielleicht überlegen es sich die Inder und kommen trotzdem nach Europa, bevor es zu spät ist.

Hier ist der Artikel aus der Times of India:

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