Österreichs Verteidigungsminister Klug ist auf “Abenteuerurlaub”. Zu dem Schluss muss man kommen, wenn man erfährt, dass der Minister mit mehr als 20 Mann, der Großteil davon wahrscheinlich seine Leibgarde, nach Afrika fliegt; genauer gesagt nach Mali. Eine Dienstreise kann es kaum sein, da ja im Moment nur ein paar österreichische Soldaten unter irgend einem Kommando für fremde Interessen ihre Köpfe hinhalten. Deren Einsatz nennt sich eine EU- Mission, aber da die EU (noch) keine eigene Armee hat, wird es wohl unter der NATO sein.
So wie die deutsche Kanzlerin Merkel einst glaubte, Deutschland am Hindukusch verteidigen zu müssen, so glaubt Klug anscheinend, Österreich in Mali verteidigen zu müssen. Dass die deutsche Euphorie zuerst in Bestürzung und dann in Panik wechselte und letztendlich in einem fluchtartigen Abzug endete, ist bekannt und auch die toten Soldaten dürfen nicht vergessen werden. Meint Klug etwa, dass auch dieser traurige und unrühmliche Abschnitt heraufbeschworen werden soll? Das wäre nicht besonders klug.

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