Die Krise ist ja doch für was gut. Man kann zumindest dies und jenes diskutieren, was ohne Krise kaum möglich wäre und eventuell kommt man doch ein Stück des geplanten Weges weiter. Vielleicht hat man deswegen bei der Krise auch ein wenig nachgeholfen; wer weiß. Im Sinne von Krisenbewältigung kann man doch über eine EU- Regierung diskutieren. Die braucht natürlich ein eigenes Budget, also diskutiert man auch über eine EU- Steuer oder Eurosteuer und ein Eurozonen- Budget. Da die Wirtschaft nicht so recht in Gang kommen will, ist es natürlich angebracht, laut über eine EU- Arbeitslosenversicherung nachzudenken. Da bräuchte sich dann unser Finanzminister Schelling nicht mehr den Kopf zerbrechen, ob Arbeitslosengeld oder Mindestsicherung gekürzt werden soll. Das würde dann alles zentral aus Brüssel geregelt werden.
Plötzlich könnten wir draufkommen, dass eigentlich alles von der Zentrale aus geregelt wird und wir gar nichts mehr zu sagen haben; dass wir die “USE” sind,die “United States of Europe”. In der Zentrale wäre dann wohl so etwas wie eine Wirtschaftsregierung. Mit der könnte man sich zumindest in Wirtschaftsfragen die Politiker sparen. Sind ja eh nur die Laufburschen der Wirtschaftsbosse. Da könnten dann eventuell auch wieder bekannte Gesichter auftauchen; die ausgemusterten Politiker nämlich, welche als Dank für ihre Dienste von den Konzernen gut dotierte Posten in der Wirtschaft bekamen.