Da wird ein Mords Trara gemacht, weil am Flughafen Schwechat neun US- Soldaten mit Militärwaffen, nämlich mit Sturmgewehren und Pistolen, erwischt wurden. Sie wollten in die Ukraine. Die Waffen waren aber nicht angemeldet und somit illegal. Was es doch bringt, wenn Waffen deklariert und angemeldet sind. Ganze Eisenbahnzüge, vollbeladen mit Panzern und anderem schweren Gerät für den Kriegseinsatz, rollen unbehelligt durch Österreich und auch auf den Autobahnen sieht man immer wieder Militärkonvois mit ausländischen Hoheitszeichen. Da kräht kein Hahn danach und in der Luft wird der Überflug ausländischer Kampf- und Transportflieger auch kein Einzelfall sein.
Wenn es dann heißt, Schwechat sei eine Drehscheibe für internationale Streitkräfte, dann kann man sicher sein, dass massenhaft Waffen und Truppenkontingente durchgewunken werden zu ihren Einsätzen. Ist alles kein Problem, braucht nur als internationale Übung oder Friedensoperation oder ähnlich deklariert sein. Für Ausbildung und militärische Beratertätigkeit dürfte auch reichen. Man sollte allerdings bedenken, dass auch am Balkan, in Libyen, im Irak etc. von Friedensoperationen gesprochen wurde. Das Wort “Friede” muss heute wirklich schon für alles herhalten.
Hoffentlich kriegen die Sicherheitsleute, die die Sache mit den GI`s aufgedeckt haben, keine “auf den Deckel”. Womöglich ist das irrtümlich passiert und hätte nicht passieren dürfen. Man nimmt doch amerikanischen GI`s nicht die Waffen ab! Immerhin durften sie die beim Rückflug wieder mitnehmen.

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