Der tschechische Präsident Zeman ist ja für seine derben Sager schon bekannt; diesmal hat er sich bei den politisch Korrekten in die Nesseln gesetzt. Er hat in einem Interview gegen Asylanten und Illegale gewettert. Er sagte ihnen: “Wenn ihr schon hier seid, müsst ihr unsere Regeln respektieren, so wie wir die Regeln respektieren, wenn wir in euren Ländern sind. Niemand hat euch hierher eingeladen”. Und weiter: “Wenn es euch nicht gefällt, geht weiter”.
Da hat Zeman etwas gesagt, was man heutzutage nicht mehr sagen darf, auch wenn es stimmt. Es ist halt politisch nicht mehr korrekt. Ein solcher Sager eines hohen Politikers würde bei uns ein politisches Erdbeben auslösen und ein Rücktritt als Konsequenz wäre das Harmloseste. Wenn es in anderen Ländern gesagt wird, macht das weniger.
Interessant sind in dem Zusammenhang auch die Zahlen zu Asylwerbern in Tschechien. Es wird heuer mit 6500 Asylanten gerechnet, wobei der Großteil aber nicht in Tschechien bleiben, sondern nach Deutschland oder Nordeuropa weiterreisen will. Von dem kleinen Teil, der in Tschechien bleibt, erhalten wiederum nur einige wenige den offiziellen Flüchtlingsstatus. Österreich rechnet heuer mit etwa 80.000 und von denen bleiben fast alle hier.
Zemans Sager erinnert übrigens stark an eine Ansprache des damaligen australischen Premiers John Howard an die Muslime. Er sagte damals: “Einwanderer, nicht Australier, müssen sich anpassen. Akzeptieren sie es oder verlassen sie das Land. Ich habe es satt, dass diese Nation sich ständig Sorgen machen muss, ob sie einige Individuen oder deren Land beleidigt……”
Grund der “Wutrede” Howards war der Jahrestag des Anschlages auf Bali, bei dem 200 Australier getötet wurden.

Die ganze Rede von Australiens Premier John Howard an die Muslime ist hier:

 

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