Das dritte Griechenland- Paket, auch “Hilfsprogramm” genannt, mit einer Größenordnung von 86 bzw. 91 Milliarden ist noch gar nicht richtig durch, schließt der deutsche Finanzminister Schäuble ein viertes Hilfspaket nicht mehr aus. Er betont aber, das dritte sei “seriös gerechnet” und so ausgelegt, dass sich die Griechen in ein paar Jahren wieder selbst am Finanzmarkt Geld besorgen können. Er sagt aber in Hinblick auf ein viertes Paket: “Wir können für die Zukunft keine Entwicklung völlig ausschließen”.
Abgesehen davon, dass sich die Griechen nie und nimmer finanziell erfangen werden, ist es für Schäuble anscheinend normal und selbstverständlich, dass sich ein Staat verschulden muss. Zum Leidwesen der Bevölkerung vertreten aber die meisten Politiker die gleiche Meinung.
Die griechische Finanzkrise ist also nicht nur für die Griechen zu einem Schrecken ohne Ende geworden, sondern auch für die “Sponsoren” innerhalb der EU, zu denen auch Österreich gehört. Auch mit dem dritten Paket werden wieder Banken finanziert oder refinanziert und offene Kredite von Paket eins und zwei bedient und wir zahlen damit auch die Raten für den IWF zurück. Samt guten Zinsen. Österreich ist bis jetzt mit 11 Milliarden dabei, die wir abschreiben können. Dabei krachen wir selbst wie eine dürre Semmel, wie man so sagt. Wer wird uns wohl helfen, wenn es so weit ist? Ach ja; der Staatsbürger haftet und bürgt ja für die Schulden des Staates. Also für jene Schulden, die uns die von uns selbst gewählten Regierungen aufgehalst haben.

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