In Oberösterreich hat sich ein politisches Erdbeben ereignet, dessen Folgen noch nicht abzuschätzen sind. Eines kann man aber schon mit Sicherheit sagen: Die Bundesregierung in Wien unter der Führung von Kanzler Faymann ist maßgeblich mitschuldig am Desaster von Schwarz und Rot in Oberösterreich. Der schwarze “Landeshäuptling” Pühringer hat zwar immer wieder darauf hingewiesen und betont, dass es um Oberösterreich und nicht um die Bundespolitik oder gar um die EU gehe, aber er musste jetzt als “Prügelknabe” herhalten. Die Wähler dürften richtig liegen mit der Ansicht, dass nur so die Bundespolitik zum Umdenken bewegt werden kann. Mit dem Absturz der Roten wurde aber auch der Nachweis erbracht, dass auch die Roten der Zentralmacht in Wien die Gefolgschaft verweigern. Der rote Kandidat in Oberösterreich ist somit Leidensgenosse von Pühringer und ebenfalls Prügelknabe. Er kann sich bei Faymann und seiner Politik bedanken.
Wenn in Wien jetzt die Zeichen an der Wand nicht gesehen werden (wollen), dann sitzen dort in der Chefetage bei Rot und Schwarz nicht nur Blinde, sondern auch Dumme und es läuft in zwei Wochen das gleiche Drama ab. Es ist, wie dieses Wahlergebnis zeigt, eindeutig vorbei mit “am Volk vorbeiregieren”, Vertreter anderer Meinungen und politischer Anschauungen als der offiziellen lächerlich machen und kriminalisieren. Es ist allerhöchste Zeit, wieder auf das Volk, den Souverän, zu hören und seine Meinung zu respektieren.
Auch wenn das einigen Politikern und –innen sehr schwer fallen mag.