Die Wahl in Oberösterreich ist geschlagen. Bei Rot und Schwarz werden jetzt die Wunden geleckt, Ausreden gesucht und über alles Mögliche diskutiert. Über Personalfragen, über Strategien und wahrscheinlich auch über die undankbaren und uneinsichtigen Wähler. Natürlich auch über die mögliche Zusammensetzung der neuen Landesregierung.
Selbstverständlich wird auch auf Bundesebene über das Wahlergebnis und die Folgen diskutiert und da zeigt sich, wie eine Zusammenarbeit unter den Parteien gewünscht wird. Die österreichische Grünen- Chefin wünscht- eh klar- eine Beteiligung der Grünen und will die Freiheitlichen weiterhin ausgrenzen. Die Grünen, von vier Parteien im Landtag das sprichwörtliche “fünfte Rad am Wagen”, bleiben bei Ausgrenzung der jetzt zweitstärksten Partei im Land. Kanzler Faymann geht noch weiter. Er spricht mit Blick auf die FPÖ weiterhin von Hetzern. Er betont auch, zusammen mit der ÖVP, den Kurs in der Asylfrage nicht zu ändern. Er sagt weiter im Interview: “…Ich bin überzeugt, dass es jetzt um Anständigkeit und Charakter geht. Kontrolle ja. Ordnung ja. Aber Menschlichkeit muss es dabei geben”.
Daraus kann man ableiten, dass er den FPÖ- Wählern Anständigkeit und Charakter abspricht und dass sie auch keine Menschlichkeit haben. Einem knappen Drittel der oberösterreichischen Wähler wird also unterstellt, anstands- und charakterlos zu sein. So deute ich die Worte unseres verehrten Bundeskanzlers.
Vielleicht sollte man die Wahl für ungültig erklären und wiederholen. Wegen eines politisch korrekten Ergebnisses.