In deutschen Medien und einer österreichischen Zeitung wurde berichtet, dass eine “Rechte” Gruppe, die der “Identitären Bewegung” angehört, vor ein paar Tagen am Grenzübergang Spielfeld mit einer Versammlung die Grenze blockierte. Laut Zeitung wurden “Parolen gegrölt und Transparente ausgerollt”.
Die Versammlung, die sich gegen die österreichische Asylpolitik richtete, wurde von der Polizei aufgelöst. Die Versammlung richtete sich gegen das ihrer Meinung nach völlige Versagen und die Untätigkeit der Regierung in der Asylfrage, da es in Österreich täglich bis zu 10.000 illegalen Grenzübertritten komme und niemand sagen kann, wie viele der Asylwerber in Österreich bleiben. Bekannt ist nur, dass der Großteil nach Deutschland weiterzieht bzw. von Österreich per Bahn und Bus nach Deutschland “weitergereicht” wird.
In Deutschland ist ja die Situation noch schlimmer als in Österreich. Da es bei vielen Grenzübergängen auf deutscher Seite keine Kontrollen gibt, gibt es dort ebenfalls keine genauen Zahlen, sondern auch Schätzungen. Es halten sich auch Gerüchte, dass die Deutschen den Asylantenstrom drosseln oder sogar stoppen werden und dann alle nachkommenden Asylwerber in Österreich hängen bleiben. Für den Fall hat die Innenministerin schon über einen “Gewalteinsatz” an der österreichischen Süd- Ost- Grenze nachgedacht. Zusätzlich aufgeheizt wird die Lage dadurch, dass jetzt in einer formlosen Information darauf hingewiesen wird, dass Asylwerber in den Verteilungsquartieren des Bundes nicht mehr aufgenommen werden können. Die sind alle überfüllt. Jetzt gibt es höchstens noch Notquartiere.
Da ja Kanzler Faymann einen “Plan B” weder hat noch braucht, eine solche Situation natürlich nicht vorhersehbar war und er seine Politik nicht ändern will, könnte man vielleicht einen Vorschlag zur symbolischen Reduzierung des Quartierproblems einbringen: Er und vielleicht ein paar Gleichgesinnte könnten doch in ihrem Privatdomizil, in den Büroräumen und in der Parteizentrale einige Asylwerber unterbringen. Nach Möglichkeit, wiederum als symbolischer Akt, unentgeltlich zwecks Schonung der Staatskasse.