Nachdem das mit dem “Wirtschaft entfesseln” in seiner Zeit als ÖVP- Boss nicht so recht funktioniert hat, “hat man ihm das Handtuch geworfen” und er ward bei der ÖVP nicht mehr gesehn. Dann gab es für Spindelegger einen Traumjob als Präsident der “Agentur für die Modernisierung der Ukraine”. Diese Agentur war ja hochkarätig besetzt. Boss und Geldgeber war der viel in Österreich lebende ukrainische Oligarch Firtasch. Der wurde berühmt, weil die USA seine Auslieferung verlangten und er für 125 Millionen Kaution in Österreich auf freiem Fuß lebte. Weiters war dabei der deutsche Ex- Ministerpräsident, Ex- Finanzminister und Ex- Kanzlerkandidat Peer Steinbrück als Berater. Bekannt wurde er auch wegen seiner Gagen als Gastredner und seiner Forderung, mit der 7. Kavallerie gegen die Schweiz zu reiten. Ein weiteres Mitglied dieser illustren Runde war Günter Verheugen. Er war EU- Erweiterungskommissar und stellvertretender EU- Kommissionspräsident. In erster Linie haben neben einigen Experten also abgehalfterte Politiker einen guten Job in dieser NGO erhalten.
Spindelegger hat also entweder die Ukraine schon modernisiert oder schon wieder den Job hingeschmissen. Jedenfalls wird er ab Neujahr Generaldirektor des Internationalen Zentrums für die Entwicklung von Migrationspolitik. Er will mit diesem Job “…einen Beitrag zur Gestaltung der europäischen Integrationspolitik leisten”. Ja, und wie mittlerweile bei Ex- Politikern üblich, managt er ein Beratungsunternehmen. Muss er aber vermutlich aufgeben. Der neue Job ist ein Fulltime- Job, sagt er.
Ich denke, mit diesem Job für die Migrationspolitik steht ihm und uns was bevor.