Oberösterreich hat eine neue Landesregierung. Es ist eine, die auch dem Wahlergebnis entspricht. Das Sagen haben die zwei stärksten Parteien, nämlich Schwarz und Blau. Rot und Grün wurden aber nicht “ausgegrenzt”, sondern erhielten sehr wohl auch Aufgabenbereiche. Dass keine Frau in der Regierungsmannschaft ist, mag vielen sauer aufstoßen, hat aber mit den Regierungsverhandlungen an sich nichts zu tun. Eine schlechtere Optik ist sicher die Feigheit, die Zusammenarbeit von Schwarz und Blau als “Koalition” zu bezeichnen und statt dessen auf die Bezeichnung “Arbeitsübereinkommen” zu bestehen. Da ist die Angst vor dem rot- grünen Geschrei gegen die Freiheitlichen regelrecht zu spüren. Es ist aber trotzdem feige und beschämend. Das einzig Positive an der Sache ist die Zusammenarbeit als solche, weil dadurch das Wahlergebnis umgesetzt wird.