Es gibt auch noch was anderes als das Flüchtlingsthema. Ein Schweizer Magazin berichtet beispielweise, dass in Island letzte Woche wieder fünf Spitzenmanager von Banken und ein Investor zu unbedingten Haftstrafen verurteilt wurden. Angeklagt waren sie wegen Manipulation der isländischen Finanzmärkte im Jahre 2001, welche letztendlich 2008 während der Banken- und Finanzkrise zum Zusammenbruch des isländischen Bankensektors führte. Die Isländer haben deswegen 26 Banker zu insgesamt 74 Jahren Haft verurteilt.
In Island wurden ja, im Gegensatz zur EU oder den USA, bei Bankpleiten die Steuerzahler nicht zur Kassa gebeten, allerdings haben die Sparer und Anleger aus dem In- und Ausland ihr Geld verloren. Wir haben ja eine sehr bankenfreundliche Gesetzgebung. Da wird halt der Steuerzahler und/oder der Sparer zur Verlustabdeckung der Banken herangezogen und die Banker kommen meist unbehelligt davon. Prominenteste Beispiele sind die ehemalige “Gewerkschaftsbank” und die Hypo. Da wie dort sind Milliarden auf dubiose Weise verschwunden. Da wie dort waren Politiker mit eingebunden. Da wie dort kam nicht so recht was heraus. Die verhängten Haftstrafen sind als Ausnahmen zu sehen und erinnern an sogenannte Bauernopfer.

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