Wie war das noch einmal? Als es vor längerer Zeit in Österreich jemand wagte, wegen des Ansturms von Asylanten die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu verlangen, war die Empörung riesig. Ein Anschlag auf die Reisefreiheit sei das und sowieso nicht durchführbar. Naja, es gibt ja auch heute noch keine Grenzkontrollen gegenüber Asylwerbern und auch keine Registrierungen; zumindest nicht für “Weiterflüchtende”. Das gilt natürlich auch für Gesundheitskontrollen. Das alles trotz besetzter Grenzübergänge. Genau genommen ist das hunderttausendfacher Gesetzesbruch.
Als dann in Ungarn Premier Orban verkündete, einen Zaun an der Grenze zu errichten um sein Land und seine Leute zu schützen und Kontrollen durchführen zu können, schlug die Empörung in blanken Hass um . Einige Leute haben mit Schaum vor dem Mund Orban auf das Übelste beschimpft und vorhergesagt, dass sich die Flüchtlingsmassen weder durch Zäune noch durch sonst was aufhalten lassen würden. Die falschen Propheten wurden mittlerweile durch die Realität eines Besseren belehrt: Der Durchzug durch Ungarn ist zum Erliegen gekommen und die dümmlich- belehrenden Politiker bei uns und anderswo sind wegen der Wirksamkeit ungarischer Grenzzäune ruhig geworden. Jetzt sollen auch in Österreich sogenannte “Technische Sperren”errichtet werden. Das Wort “Zaun” darf aber nicht verwendet werden. Ob Zaun oder Technische Sperre oder sonst eine Bezeichnung; das soll nicht rund um Österreich errichtet werden, sondern angeblich nur ein paar Kilometer beidseits des Grenzüberganges Spielberg. Die Guten schreien trotzdem. Sinnvoller wäre jedenfalls gewesen, die Grenzübergänge (nicht nur Spielberg!) beizeiten personell ausreichend zu besetzen und mit Unterstützung des Bundesheeres die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen vorzunehmen und illegale Übertritte über die “Grüne Grenze” zu verhindern. Das funktionierte ja während des jahrelangen Assistenzeinsatzes des Bundesheeres auch. Jetzt war aber anscheinend gewollt, dass die paar Polizisten am Grenzübergang überrannt werden, denn für die Auflösung einer Demo an der Grenze waren mehr Beamte verfügbar.