Sie haben vor einigen Wochen, angeblich in Absprache mit der deutschen Kanzlerin Merkel, “aus humanitären Gründen” eine kurzfristige oder vorübergehende Öffnung der Grenze im Burgenland angeordnet. Hunderttausende strömten seither unkontrolliert nach und großteils durch Österreich. Im Burgenland hat sich die Situation wegen der ungarischen Grenzsperren beruhigt, dafür ist jetzt die Steiermark dran. Österreich hat von dort mit Bussen und Sonderzügen Abertausende von Asylwerbern an deutsche Grenzübergänge gebracht, jetzt reicht es aber den Deutschen.Die Bayern bezeichnen die Österreicher als “Schlepper” und lassen nur mehr wenige Asylwerber ins Land. Am Grenzübergang Spielfeld staut es sich, ein paar Tausend stehen an der Grenze und wollen nach Österreich herein. Ein Polizeisprecher sagt, zum Schutz von Menschenleben müssen dann “die Schleusen geöffnet werden”. Die Transit- und Verteilerlager sind voll, Unterkünfte für so viele zusätzliche Leute nicht ausreichend vorhanden, Chaos droht.
Herr Faymann, tun Sie jetzt was. Bringt es was, dass Sie, wie Sie immer wieder betonen, sich laufend mit Frau Merkel abreden? Nein, das ist zu wenig. Jetzt braucht es mehr als ein strahlendes Lächeln und leere Floskeln. Also, lassen Sie sich bitte was einfallen, aber schnell. Die Zeit drängt. Vielleicht kann der Asylkoordinator mit einem guten Rat aushelfen.