Nach einer Studie des Münchner Ifo- Institutes ist das Bildungsniveau der syrischen Flüchtlinge stark überschätzt worden; es wurde durchwegs als “gut bis sehr gut” angenommen. Für die Studie wurden jetzt Zahlen aus türkischen Flüchtlingslagern ausgewertet. Ein Viertel der Syrer ist demnach unqualifiziert, da Analphabet oder Grundschulabbrecher. Mehr als die Hälfte ist eher schlecht qualifiziert, nur 20 Prozent haben Matura bzw. Uni- Abschluss. Da für die Befragung keine Zeugnisse vorgelegt werden mussten, sind die Angaben sehr vorsichtig zu bewerten und als eher zu positiv zu betrachten. Die Studie ist aber trotzdem aufschlussreich, da die Syrer als die am besten Gebildeten aus der ganzen Region angesehen werden.
Bei der deutschen Wirtschaft ist jedenfalls die Euphorie wegen der “gut bis bestens ausgebildeten und hoch motivierten Zuwanderer” längst verflogen und hat breiter Skepsis Platz gemacht. Vertreter der Wirtschaftsverbände zeigen sich sehr besorgt über den anhaltenden Zuwandererstrom. Der Chef des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie sagte klipp und klar: “Die Vorstellung, dass die Flüchtlinge unser Fachkräfteproblem lösen, ist blauäugig”. Es wird von der Wirtschaft auch gefordert, dass die Regierung “den weiteren, unkontrollierten Zustrom begrenzen” muss.
Die Asylwerber werden also nicht mehr als wirtschaftliche Bereicherung gesehen, sondern als Belastung. So schnell kann sich die Meinung drehen.