Seit die Flüchtlingskrise die Schlagzeilen beherrscht, ist es um die Ukraine ruhig geworden; man möchte fast meinen, es sei dort alles in bester Ordnung. Es war auch von den abgehaltenen Wahlen fast nichts zu hören. Nur eher nebenbei wurde erwähnt, dass sich der Ex- Boxer und Liebling des Westens, der Kiewer Bürgermeister Klitschko, wegen mangelnder Zustimmung einer Stichwahl stellen muss. Fast unerwähnt blieb auch, dass die Ukraine eigentlich pleite ist und mit privaten Gläubigern, z. B. Investmentfonds, einen Schuldenschnitt bei Anleihen über 15 Milliarden Dollar ausgehandelt hat. Sie müssen auf 20 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Stichtag für die Zustimmung der Gläubiger war der 29. Oktober und der ukrainische Premier “Jaz” Jazenjuk hat wie selbstverständlich auch von den Russen verlangt, dem zuzustimmen, da er andernfalls die Rückzahlung in Höhe von 3 Milliarden Dollar an Russland nicht leisten werde. Diese Zustimmung wurde von Moskau aber verweigert. Die ukrainische Drohung ist jedoch gefährlich. Kann (oder will) die Ukraine am Fälligkeitstag im Dezember die 3 Milliarden nicht zurückzahlen, bedeutet das offiziell die Staatspleite für die Ukraine. Vor genau dem gleichen Dilemma stand ja vor einigen Monaten auch Griechenland.
Da ja aus unverständlichen Gründen die Ukraine von der EU verhätschelt wird, werden diese 3 Milliarden wohl von der EU und/oder vom IWF “vorgestreckt” werden müssen. Springt der IWF ein, wird diese Gelder aber die EU absichern müssen, also dafür haften.
Wie sich schon mehrmals gezeigt hat, ist der EU für Demokratie und andere Werte, auch für rechtsextreme, in der Ukraine nichts zu teuer.

Werbeanzeigen