Da will uns das “Pack” in Brüssel weismachen, dass alles menschenmögliche unternommen werde, den Asylwerber-Zustrom nach Europa bzw. in die bevorzugten Zielländer Österreich, Deutschland und Schweden einzudämmen (der Begriff “Pack” wurde übrigens von deutschen Spitzenpolitikern wie z. B. Vizekanzler Sigmar Gabriel als Bezeichnung für Demonstranten salonfähig gemacht). Dann aber kann man ganz überraschend in der “Krone” unter dem Titel: “Eine Völkerwanderung, die vorerst nicht zu stoppen ist” lesen, dass die Asylwerber “mit Bussen ohne Aufenthalt von Griechenland nach Mazedonien Richtung Kroatien und Serbien” gebracht werden.
Von Griechenland, einem EU- Mitgliedsland. Dort sollen ja angeblich “Hot spots” zur Registrierung der Flüchtlinge eingerichtet werden, dort sollen angeblich Lager errichtet werden. Die EU- Kommission wollte sofort Hunderte von Experten dorthin schicken, unser Kanzler Faymann sagte 100 Fachleute von Polizei, Bundesheer und Verwaltung zu. Also nichts mit Eindämmen und Registrieren, im Gegenteil. Mit Bussen zu Sonderpreisen, für jeden erschwinglich, noch schneller in die Zielländer bringen.
Das nährt natürlich die Gerüchte und Vermutungen, dass diese Massenzuwanderung so geplant und so gewollt ist. Angeblich liegen WikiLeaks diplomatische Depeschen vor, die diesen Plan bestätigen sollen. Das behauptet jedenfalls Julian Assange. Es gibt aber auch wesentlich ältere Quellen für einen solchen Plan.
So richtig ernst nehmen kann man die Beteuerungen der EU- Spitze sowie der Staats- und Regierungschefs in der Flüchtlingsfrage jedenfalls nicht, zumal EU- Parlamentspräsident Schulz jetzt mit schreckgeweiteten Augen erklärt hat, er habe die Befürchtung, dass es mit den “Hot-spots” nichts werden könnte. Was macht eigentlich Kanzler Faymann in der Sache? Ach ja, er spricht sich laufend mit der deutschen Kanzlerin Merkel ab, er berät sich mit Juncker, er führt Gespräche mit dem französischen Außenminister und anderen Politikern, aber er trägt nichts zur Lösung des Flüchtlingsproblems bei. Er verteidigt nur weiterhin die “Tage der offenen Tür”.