Es ist amüsant zu lesen, wie jetzt die Wogen hoch gehen wegen der ORF- Sendung “Bürgerforum”. Der Kanzler und sein Vize haben wohl gemeint, sie halten Hof und das Volk huldigt ihnen. Das spiegelte sich auch darin wider, dass sie auf einem Podium standen und die Oppositionsführer ihnen zu Füßen saßen.
Eigentlich und offiziell haben wir in Österreich so etwas wie das Recht auf freie Meinungsäußerung. Somit sollte auch von Anfang an allen klar gewesen sein, dass es dann nicht nur bedingungslose Ja- Sager und Beifallklatscher im Publikum geben kann, zumal das Thema “Flüchtlinge” die Gemüter zu Recht erregt. Das rot- schwarze Duo soll sich beim Diskussionsleiter bedanken, dass sie halbwegs ungeschoren davonkamen. Das “Viel- Reden und Nichts- Sagen” als Antwort auf einige Fragen hätte eigentlich gröbere Reaktionen provozieren können.
Warum eigentlich die künstliche Aufregung, weil der Chef der angeblich rechtsextremen Identitären ebenfalls zu Wort kam? Da ereifern sich Medien, sprechen von “Eklat”, von “Werbung”, von “Hass- Auftritt” und davon, dass man schockiert sei. Eine rote Stimme meinte gar: “Das ist im öffentlich- rechtlichen Fernsehen nicht ok. Ich war schockiert, dass der Identitäre, ohne ausgewiesen zu werden, bei so einem sensiblen Thema reden durfte”. Ein Maulkorberlass, also ein Rede- und Auftrittsverbot oder gleich ein Verbot der Bewegung wäre wohl der Wunsch der roten Stimme.
Über Aktivitäten von Linksextremen und Linksradikalen hüllt man hingegen gerne den Mantel des Schweigens und man vermeidet es tunlichst, über deren enthemmte Zerstörungswut und Gewaltexzesse zu berichten. Bei einer außer Kontrolle geratenen “friedlichen Demo” dieser Chaos- Truppe in Spielfeld, bei der unter anderem ca. 80 Autos schwer beschädigt wurden, distanzierte sich sogar eine Unterstützerin aus den Reihen der Grünen, weil es ihr “zu viel” wurde. Böse und gefährlich sind aber nur die Rechten und wer Kritik an der österreichischen Flüchtlingspolitik übt, ist automatisch ein böser Rechter.
“Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen – vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir”. Von Mark Twain.

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