Die EU jubelt über die niedrigste Arbeitslosenrate seit 2009. In der gesamten EU liegt der Schnitt bei 9,1 Prozent, das ist der niedrigste Stand seit Juli 2009. In der Eurozone beträgt er allerdings 10,5 Prozent; das ist trotzdem der niedrigste Stand seit Oktober 2011. Nicht gesagt wird allerdings, warum in der Eurozone die Arbeitslosigkeit doch wesentlich höher ist als im EU- Schnitt. Liegt es vielleicht am Euro?
Positiver Spitzenreiter ist Deutschland mit 4,5 Prozent; Österreich liegt mit 5,8 Prozent im November am 5. Platz, seither ist die Arbeitslosigkeit aber noch gestiegen. Die traurigen Schlusslichter sind Spanien mit 21,4 Prozent und Griechenland mit 24,6 Prozent.
Das sind Daten laut Eurostat. In Österreich beträgt nach nationaler Berechnung die Arbeitslosigkeit etwas über 10 Prozent, obwohl unsere Regierung sicher keinen Wert darauf legt, die Arbeitslosenzahlen nach oben zu “lügen”. Das Gesicht des Sozialministers allein zeigt, dass ihm solche Werte gar nicht behagen. Also kann man annehmen, dass man auch hier zu tricksen versucht, das heißt, den Wert irgendwie zu drücken. Es bleiben trotzdem über 10 Prozent. Laut Eurostat also geschönte 6 Prozent, laut nationaler Berechnung geschönte 10 Prozent. Wenn man die Arbeitslosenquote von Griechenland mit 24,6 Prozent laut Eurostat jetzt mit dem gleichen Faktor hochrechnet, mit dem man in Österreich von 6 auf über 10 Prozent kommt, dann ist man in Griechenland etwa bei katastrophalen 40 Prozent! Eine Arbeitslosigkeit von 40 Prozent! Dabei wären schon 24,6 Prozent eine Katastrophe.
Glaubt irgendwer tatsächlich ernsthaft, dass die griechische Wirtschaft in den nächsten Jahren aufblüht, es der Bevölkerung bis dahin wieder gut geht und die großzügigen und selbstlosen Gläubiger ihr Geld zurückkriegen? Nur Narren und Politiker können das glauben.