Der 6. Jänner als Feiertag der “Heiligen Drei Könige” ist vorbei und die Sternsingergruppen, die an sie erinnern sollen, haben ihre Spendenaktion beendet. Es war eine lieb gewordene Tradition, dass Kaspar, Melchior und Balthasar, wie sie laut Überlieferung heißen, dem Bundespräsidenten, dem Bundeskanzler und anderen Politikern ihre Aufwartung machten. Das dürfte aber zu einem Problem mit der politischen Korrektheit geworden sein; Kaspar ist nämlich laut Überlieferung ein Schwarzer. Der “Eiertanz” wegen des schwarzen Königs oder Weisen begann schon vor ein paar Jahren. Da ging es los, dass bei einem Politiker die Sternsingergruppe nur aus weißen “Königen” bestand und beim anderen war doch noch ein mit Ruß geschwärzter Kaspar dabei. Dann wurde vereinzelt das Problem so gelöst, dass statt eines “gefärbten” Kaspars ein junger Schwarzer bei der Gruppe war. Heuer wurde das Übel an der Wurzel gepackt; es gab die Auftritte bei Bundespräsident und Bundeskanzler nicht mehr oder sie wurden nicht mehr im Fernsehen übertragen.
Wenn es sie nicht mehr gab, dann ist das ein Armutszeugnis für Bundespräsident und Bundeskanzler wegen ihres Kniefalls vor der politischen Korrektheit und der Abkehr von christlicher Tradition.
Im Kölner Dom gibt es übrigens den Dreikönigsschrein, in dem Reliquien der Heiligen Drei Könige sein sollen.