Man merkt, dass Fasching ist, denn diese Schlagzeile wäre eigentlich was für den “EU- Bauern” beim Villacher Fasching: ”Belgien: Konzerne müssen 700 Millionen Euro zurückzahlen”. Die EU- Kommission bejubelt sich selbst, weil sie von der belgischen Regierung verlangt, rund 700 Millionen Euro von mindestens 35 multinationalen Großkonzernen an Steuern nachzufordern. Belgien hat nämlich seit 2005 den Großkonzernen Sonderkonditionen bei der Besteuerung eingeräumt. Rein rechnerisch wären für die 10 Jahre pro Großkonzern 20 Millionen zu zahlen. Das Gelächter der Konzernbosse wegen dieser “Strafe” wird man wohl bis in die EU- Tintenburg hören.
Wesentlich gerechter und wesentlich ergiebiger wäre es, in Luxemburg die Besteuerung von multinationalen Großkonzernen aufzurollen. Dort hat vor Jahren ein gewisser Jean- Claude Juncker als Finanz- und Premierminister noch ganz andere Deals mit Konzernen abgeschlossen; da konnte man die bezahlten Steuern schon eher als bescheidene Spenden bezeichnen. Durch diese Abkommen mit sämtlichen Konzernen von Rang und Namen wurden viele europäische Staaten über die Jahre um insgesamt hunderte Milliarden geschädigt, wie errechnet wurde. Die Steuern wurden nämlich über Niederlassungen in Luxemburg bezahlt.
Über diese Kleinigkeiten wird heute nicht mehr geredet, denn eben dieser Juncker ist jetzt EU- Kommissionspräsident.

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