Für EU- Kommissionspräsident Juncker läuft es zur Zeit nicht gerade nach Wunsch. Ein EU- Abgeordneter klagt die EU- Kommission wegen unzulässiger Geheimhaltung. Die will nämlich Dokumente nicht herausgeben, die Juncker belasten könnten. Es geht da um geheime Abkommen bei der Unternehmensbesteuerung in Luxemburg, die unter Juncker abgeschossen wurden und durch die europäische Steuerzahler jährlich um hunderte Milliarden Euro geprellt werden, wie der deutsche EU- Abgeordnete Fabio De Masi sagt. Das ist eine Sache, die Juncker Kopfweh macht.
Beim Finanzministertreffen wurde wieder keine Einigung erzielt, wie man die 3 Milliarden Euro für die Türkei zusammenkriegt. Die EU hat ja Erdogan diese Summe zugesagt, damit er den Flüchtlingsstrom Richtung Europa einbremst. Kein Geld, kein Flüchtlingsstopp; so einfach ist das, wie wir jeden Tag sehen. Deswegen braucht Juncker die nächste Kopfwehtablette.
Da wegen des Flüchtlingsstromes, der gekippten Stimmung und der Terrorgefahr jetzt immer mehr Länder in der EU die Grenzen schließen, Kontrollen durchführen und Flüchtlinge zurückweisen, ist bei Juncker jetzt Panik ausgebrochen. Er verbindet die Zukunft der Eurozone mit dem Fortbestand de offenen Grenzen in Europa. Er meint, wer Schengen killt, wird im Endeffekt den Binnenmarkt zu Grabe tragen und sieht dadurch ein nicht beherrschbares Arbeitslosenproblem daherkommen. Das Arbeitslosenproblem ist aber in einigen EU- Ländern durch Maßnahmen der EU- Kommission erst entstanden oder vergrößert worden. Zu der Zeit waren die Grenzen aber offen.
Der Grund für geschlossene Grenzen ist das Flüchtlingsproblem, welches die EU- Kommission zu lösen nicht in der Lage ist. Sie hat es aber auch nicht verhindert. Verursacht wurde es allerdings von der deutschen Kanzlerin Merkel, welche die Einladung aussprach. Sie ist also letztendlich schuld daran, wenn es den Euro zerreißt, was der deutsche Finanzminister befürchtet und auch Juncker in Panik ebenfalls nicht mehr ausschließt.