Lange Zeit ging am Großteil der europäischen Bevölkerung fast unbemerkt vorbei, dass durch den Krieg ein paar Millionen syrische Flüchtlinge (und auch andere) in großen Lagern in Jordanien, im Libanon und in der Türkei leben; viele Flüchtlinge haben in der Türkei auch Arbeit gefunden. Es hat ein Großteil der europäischen Bevölkerung auch nicht mitgekriegt, dass die UNO bzw. ihre Unterorganisationen die Hilfen für diese Flüchtlingslager dramatisch gekürzt hat.
Die Politik muss das jedoch gewusst haben, es wurde aber nicht reagiert, Kein Geld für Flüchtlingshilfe. Das war einer von mehreren Gründen für den Massenansturm; die Einladung von Merkel war ein weiterer. Dann kam es zum Vertrag mit der Türkei. Für eine Menge Zugeständnisse und 3 Milliarden Euro wollte die Türkei die Flüchtlinge zurückhalten. Man merkt aber nichts davon, da angeblich die EU noch nicht bezahlt hat. Jetzt weilte der türkische Premier Davutoglu zu Besuch in Berlin und teilte Merkel mit, dass die 3 Milliarden sozusagen als Anzahlung betrachtet werden. Die Türkei erwartet jetzt nämlich 8 Milliarden!
Jetzt haben wir bis auf weiteres die Flüchtlingsströme, schaffen dadurch zunehmend Probleme in allen möglichen Bereichen und letztendlich kriegen einige EU- Staaten nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch die Milliarden zu zahlen. Dass eine angemessene Flüchtlingshilfe vor Ort sinnvoller gewesen wäre, uns Probleme ersparen würde und wesentlich billiger gekommen wäre, weiß jeder klar denkende Mensch. Die Politik dürfte das allerdings nicht mitgekriegt haben oder meinte, wir hätten uns viel Geld erspart. Einige Tagträumer glauben allerdings noch immer, das Flüchtlingsproblem müsse von Brüssel gelöst werden und wollen nicht wahrhaben, dass Brüssel nur unendlich viele Flüchtlinge über Europa verteilen will.

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