Die USA fordern mit nicht gerade sanftem Druck von allen Ländern Finanzdaten ein. Kontoinhaber, Höhe und Art der Konten etc. etc., kurzum alles über Geld. Die USA wollen da alles wissen. Sie verhängen nicht nur über Banken Strafen, die sich gewaschen haben. Sie “frieren” auch von Staaten, Firmen und Privatleuten Konten ein. Die verhängten Strafzahlungen gehen in die US- Staatskasse. Das ist der Kampf gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche aus amerikanischer Sicht und gilt so nur außerhalb der USA. Auf Druck der USA hat ja auch die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; Organisation for Economic Co- Operation and Development), der auch die EU angehört, Steueroasen trockengelegt und Steuerschlupflöcher geschlossen.
In den USA schaut die Sache aber gleich ganz anders aus. Einige US- Bundesstaaten, wie z. B. Delaware, Nevada und South Dakota, gehören zu den größten Steueroasen der Welt und die ziehen zwecks “Steueroptimierung” das große Geld auch aus Europa an. Wegen des perfekten Bankgeheimnisses läuft sicher da und dort auch eine “Schwarzgeld- Waschmaschine” und niemanden stört es. Konzerne, große Fonds, Stiftungen, Finanzberatungsunternehmen sind die Nutznießer dieser “Dienstleistungen”, die anderen Staaten viel Geld kosten. Die Verweigerung der OECD- Standards, die anderen Ländern aufgezwungen wurden, ist für die US- Finanzwirtschaft zu einem gewinnbringenden Teil ihres Geschäftes geworden.

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